Dienstag, 18. August 2015

Kafka Tamura - Nothing To Everyone
























Bereits vor zwei Jahren ließ ein Trio namens Kafka Tamura mit seiner Debütsingle aufhorchen und so konnte sich "Somewhere Else" zumindest Ende 2013 in meinen persönlichen Jahres Top Ten wiederfinden. Bis zum ersten Album von der aus Southampton stammenden Emma Dawkins (18) sowie den Deutschen Patrick Bongers (27) und Gabriel Hauser (27) sollte aber noch ein Weilchen vergeben, denn "Nothing To Everyone" ist erst letzte Woche erschienen - und läuft seitdem hier rauf und runter.




Gefunden haben die beiden Berliner Musiker und Produzenten die damals 15-jährige über Soundcloud und waren sogleich von ihrer Stimme angetan. So startete die Zusammenarbeit an "Somewhere Else" noch vor einem ersten persönlichen Treffen via E-Mail und Skype. Mit der Titelfigur aus "Kafka am Strand", einem Roman von Haruki Murakami, war auch schnell ein passender Namen für das musikalische Projekt gefunden.

Der verträumte, reduzierte Indiepop von "Nothing To Everyone" erinnert mit seinen minimalistischen Stilmitteln - dezente Beats, Keyboard, Gitarre und Emmas soulige, viel ältere klingende Stimme - an The xx, Love Inks oder Daughter. Neben der zweiten Single "No Hope" ragt vor allem das abschließen "Liar" heraus.
Nach der langen Wartezeit hätte "Nothing To Everyone" gerne noch etwas länger dauern dürfen, denn lässt man das instrumentale "Intro" sowie die drei bereits 2013 auf der ersten Singe veröffentlichten Titel ("Somewhere Else", "Lullabies" und "Somewhere Else (Reprise)") einmal außen vor, sind in den 35 Minuten Laufzeit leider nur 7 neue Titel zu entdecken.




The album starts with Intro, an instrumental track that showcases the group’s musical talent. The Intro is followed by Somewhere Else, which sounds like it is taken from an early LILY ALLEN record and that is not a bad thing at all. No Hope was released as the lead single early in 2015 and its catchy indie-pop sound gives you a good idea about the rest of the record. Bones is another example of KAFKA TAMARA’s surrealist side as Emma Dawkins sings about how she is sick of being made of bones and wrapped around flesh and she demands to be more than that. Each song of Nothing To Everyone is kind of minimalistic in its own way and this becomes more obvious as the record proceeds in the form of downtempo songs like Bruises and title track Nothing To Everyone. KAFKA TAMARA’s music often compared to DAUGHTER and at least the album’s final track Liar sounds like a DAUGHTER track with its delicate guitar sounds and dreamy vocals.
(nbhap)




Kafka Tamura live:

04.09.2015 Bremen - Tower
05.09.2015 Husum - Speicher
06.09.2015 Hamburg - Nachtspeicher
08.09.2015 Berlin - Bi Nuu
09.09.2015 Halle - Objekt 5
10.09.2015 Hannover - LUX
11.09.2015 Münster - Gleis 22
12.09.2015 Köln - Studio 672
13.09.2015 Darmstadt - Golden Leaves Festival
14.09.2015 Freiburg - Jazzhaus
15.09.2015 München - Feierwerk
16.09.2015 Stuttgart - Keller Klub
17.09.2015 Kassel - Unten
18.09.2015 Leipzig - Täubchenthal

4 Kommentare:

Olly Golightly hat gesagt…

Den Sound mag ich ja sehr gerne, aber auf Albumlänge ist mir das ein klein wenig zu monoton. Trotzdem sehr gute 7,5 Punkte.

Ingo hat gesagt…

8 Punkte

Dirk hat gesagt…

Etwas kurz geraten und einige Songs kannte man leider auch bereits. Dennoch: 8 Punkte

U. hat gesagt…

6,5 Punkte