Samstag, 30. Mai 2015

Florence + The Machine - How Big, How Blue, How Beautiful
























10 Fakten zum neuen Album von Florence + The Machine:

1. Studioalbum Nummer 3, dazu 2 Live-Alben, 4 EPs und 21 Singles - doch erstmals fehlt auf einem Plattencover von Florence Welch der Zusatz "+ The Machine". "How Big, How Blue, How Beautiful" erscheint fast vier Jahre nach "Ceremonials" und hat 11 neue Songs zu bieten. 

2. "How Big, How Blue, How Beautiful" entpuppt sich recht schnell als ein Glücksfall für Bonus-Track-Jäger und Sammler, denn 6 weitere Titel und 2 Demo-Versionen gilt es aufzuspüren: "As Far As I Could Get" (Vinyl Box), "Pure Feeling" und "Conductor" (Target Bonus) sowie "Hiding", "Make Up Your Mind", Which Witch", "Third Eye (Demo)" und "How Big, How Blue, How Beautiful (Demo)" auf der Deluxe Edition. 




3. Die lange Wartezeit ist u.a. mit einem Jahr Auszeit zu erklären, dass sich Florence Welsh gönnte: "There's a big 'take a year off' plan. The record company have put no pressure on me for the next album. They've said I can have as long as I want." In einem Interview berichtet sie von "a bit of a nervous breakdown" und den Auswirkungen auf das neue Album: "It was a really vulnerable time for me when we first started making the record and because of that it's the most personal record I've ever made." Vielleicht erklärt sich auch so der fehlende Bandzusatz auf dem Plattencover.


„Ship To Wreck“ ist mit akustischer Gitarre, Rasseln und kaum zu überbietender Eingängigkeit so beeindruckend wie klassisch aufgebaut. Das wütende „What Kind Of Man“ beherbergt E-Gitarren, Fanfaren und eine sehr präsente Bassdrum, „Third Eye“ gar einen ABBA-Moment. Der Titeltrack mit seinem Interlude-Intro und den Trompeten wäre auch ein guter Opener sowie Schlussakzent gewesen. Und es stimmt: Von Wasser singt Florence kaum noch. Dass es stattdessen naturgemäß um Liebe, Beziehungsstress und andere Verwirrungen geht – geschenkt. „Maybe I was more comfortable in chaos“ heißt es in „St. Jude“, und das trifft den Kern- und einzigen Kritikpunkt doch recht gut: Früher war Florence ergreifender, ja langlebiger. Heute bleibt ein Beigeschmack von Gefälligkeit. Produziert hat nicht mehr Paul Epworth, sondern Marcus Dravs, der schon Björk und Arcade Fire den letzten Schliff Erhabenheit verpasste. Eine Credit-Fußnote, die beweist, dass Florence bei aller Introspektive weder den Song noch ihr Publikum aus den Augen verliert. Und überhaupt: Wer im Popzirkus allein mit seiner Musik und seiner bloßen Existenz solch eine Aura und Momente des Innehaltens und der Entschleunigung schaffen kann, hat die Headliner-Slots auf den größten diesjährigen Festivals verdient.
(Musikexpress)


4. Florence Welsh wählte Markus Dravs (Arcade Fire, Mumford & Sons) als Produzenten aus, da er Björks "Homogenic" (1997) produziert hatte: "I felt he had that balance of organic and electronic capabilities, managing those two worlds. And, you know, he's good with big sounds. And I like big sounds. And he's good with trumpets, and I knew I wanted a brass section on this record. With Markus, I wanted to make something that was big but that had a gentleness to it, that had a warmth, that was rooted. I think that's why we went back more to the live instruments. Something that was band-led almost."

5. Obwohl Markus Dravs ihr untersagt hatte nach "Ceremonials" weitere Songs über das Thema Wasser zuschreiben, schaffte es "Ship To Wreck" als Opener dennoch aufs Album. Der letzte Song der Platte, "Mother", wurde als einziger übrigens nicht von Dravs produziert, sondern von Paul Epworth (U2, Adele, Maximo Park, Bloc Party). 




6. Zahlreiche Songs entstanden in Zusammenarbeit mit anderen Songwritern, wie Kid Harpoon, John Hill oder James Ford von Simian. Für die Arrangements der Bläser zeichnet sich Will Gregory von Goldfrapp aus. "The trumpets at the end of that song —that's what love feels like to me: an endless brass section that goes off into space. And it takes you with it. You're so up there. And that's what music feels like to me. You want it just to pour out endlessly, and it's the most amazing feeling," sagt Florence Welch. Hier ist der angesprochene Titelsong:




7. Die Singles: Seit Februar wurden mit "What Kind Of Man", "St Jude", "Ship To Wreck" und "Delilah" bereits vier Singles veröffentlicht. An die Erfolge von "You've Got To Love" (#5) oder "Spectrum" (#1) konnten sie nicht heranreichen und verzeichneten Platz 37 als höchste Positionierung in den englischen Charts.

8. Die Videos: Sie wurden jeweils von Vincent Haycock gedreht und von Ryan Heffington choreografiert. Der Clip zu "St Jude" schließt sich an den von "What Kind Of Man" an. Das Video zu "Ship To Wreck" wurde im Haus von Florence Welch gedreht. 




9. Die Kritiken: Der Metascore von Metacritic steht aktuell (bei 6 berücksichtigten Reviews) bei 74/100 Punkten.

Overflowing with stately songwriting and lyrical craftsmanship, How Big, How Blue, How Beautiful makes for a restrained but joyful return, and a collection that will last long after Welch’s broken bones are mended. (NME)

On How Big How Blue How Beautiful, Welch refines a successful formula in a way that plays to her strengths without it being too familiar. Despite trying out new things, the songs remain huge – the kind of power that is only truly effective when pumped out to thousands of people in a field somewhere. It makes for her best album to date, with some of the catchiest hooks and melodies she’s ever conjured up. How brilliant. (musicOMH)


10. Das Live-Erlebnis: Möchte man Florence + The Machine live sehen, so ist dies in Deutschland bisher nur auf dem Hurricane bzw. Southside Festival möglich.


5 Kommentare:

Olly Golightly hat gesagt…

8 Punkte

Ingo hat gesagt…

Beginnt stark, lässt dann etwas nach. Trotzdem 8 Punkte.

Dirk hat gesagt…

Das tut nicht weh, aber ich werde auch nicht zum Fan.

6,5 Punkte

Volker hat gesagt…

6,5 Punkte

U. hat gesagt…

6,5 Punkte auch hier.