Donnerstag, 26. Februar 2015

Susanne Sundfør - Ten love songs






















Damen mit ø (I)

Der Vokal "ø" kommt in der norwegischen, dänischen, farörischen und altisländischen Sprache vor. In dieser Reihe von Gerichstverfahren dient er als kleinster gemeinsamer Nenner von Künstlerinnen, welche aus einigen der entsprechenden Länder stammen und ein "ø" im Namen tragen.

Susanne Sundfør ist eine beliebte Gastsängerin: Den Titelsong von Nils Petter Molværs “Baboon moon” veredelte sie mit ihrem Gesang. Für M83 steuerte Sundfør 2013 Vocals zum Titelsong des “Oblivion”-Soundtracks bei. Mit Röyksopp verbindet sie die gemeinsame norwegische Heimat sowie musikalische Kollaborationen in Form des Songs “Running to the sea” und des Depeche Mode Covers “Ice machine”. 

Neben solchen Zusammenarbeiten kann Sundfør seit 2007 auf nunmehr bereits sechs veröffentlichte Alben zurückblicken. Vielleicht wollten sich Anthony Gonzalez (M83) und den beiden Herren von Röyksopp revanchieren, auf jeden Fall unterstützten sie Sundfør bei den Aufnahmen zu ihrem aktuellen Werk. Eigentlich sollte dieses Gewalt thematisieren. Daraus wurden nun einmal “Ten love songs”. Ähnlich groß ist auch die Spannbreite der Titel darauf: Allein wegen der Länge von zehn Minuten muss der Kammerpopsong “Memorial” erwähnt werden. “Trust me” stellt die Stimme der Sängerin wohltuend in den Mittelpunkt. Recht mitreißend sind die elektronik-/dancelastigen “Accelerate”, “Delirious” und vor allem “Insects” geraten. 

The Guardian:
Ten Love Songs shows a command of artpop, chilly synthpop, and that simultaneously joyous and desperate disco that seems to seep out of Scandinavia in an unending flood: it’s both appealingly direct yet perfectly thought-through.

Meines Erachtens hätte Sundførs Stimme durchaus noch mehr Platz eingeräumt werden können, aber auch so ist “Ten love songs” ein hörenswertes Album. 

“Delirious” live im TV:


Susanne Sundfør live auf deutschen Bühnen:
  • 12.03. Köln
  • 16.03. Hamburg
  • 17.03. Berlin

4 Kommentare:

Gudrun hat gesagt…

Ihr Album The Brothel hat mich absolut umgehauen. Deshalb tut es wohl auch besonders weh, die seitdem veröffentlichten Sachen zu sehen und zu wissen, das ist alles total nix für mich. Dazu kommt noch die Erinnerung an ein fatales und unfassbar unprofessionelles Konzerterlebnis. Ich musste nach 15 min total genervt aufgeben, weil es bestimmte hohe Frequenzen gab, die laut rausknallten. Ich habe auch - außer dort - noch nie erlebt, dass Leute sich im Konzert in Massen die Ohren zuhalten und mit Schmerzverzerrten Gesichtern ein Konzert verlassen. Ihre Reaktion darauf war: wem die Musik nicht gefällt, kann doch gern gehen.

Aber diese Stimme! Die ist eben doch einfach toll.

Ingo hat gesagt…

6,5 Punkte

Olly Golightly hat gesagt…

6,5 Punkte auch von mir.

Dirk hat gesagt…

Von den drei Damen mit ø bin ich insgesamt enttäuscht. Hier komme ich auf: 6,5 Punkte