Mittwoch, 4. Februar 2015

Pinkshinyultrablast - Everything Else Matters























Russland, die Zweite

Igor (Bass), Lyubov (Gesang), Sergey (Schlagzeug), Rustam (Synthesizer) und Roman (Gitarre) aus St. Petersburg scheinen keine Nachnamen zu haben, aber einen ungewöhnlichen Bandnamen: Pinkshinyultrablast. Doch den haben sie sich nicht selbst ausgedacht, sondern einem Album einer mir unbekannten band namens Astrobite entliehen. 

Das Debütalbum des russischen Quintetts kann über AC30 als Vinyl bestellt werden und wie immer gibt es dies in herrlichen Farben: the "starry sky" vinyl (first pressing) or in ultraclear with orange and black spots (second pressing).

Plattenkritiken von "Everything Else Matters" dürften nur schwer ohne die Nennung von My Bloody Valentine und Ride auskommen (wenn der noisige Shoegaze-Sound beschrieben wird) bzw. sicherlich (den Gesang betreffend) Elizabeth Fraser (Cocteau Twins) sowie Miki Berenyi und Emma Anderson von Lush erwähnen. Mal sehen, ob unsere Freunde von Sublime dies hinbekommen haben:

"Everything else matters" glitzert, funkelt und strahlt wie kaum ein anderes Shoegaze-Album. Auf dem feinen Club AC30-Label erschienen, werden (vor allem gesanglich) Erinnerungen an Lush oder Cocteau Twins wach, sie transoformieren das Genre jedoch weiter und treiben es mit elektronischen Spielereien hinzu klassischen Melodien eines Philip Glass oder krautigen Hymnen. Aber auch ihre treibenden energiegeladenen russischen Kollegen wie Motorama, Human Tetris, Atlantida Saves oder Manicure gehören zur großen Verwandtschaft der Band. Entstanden ist so ein flirrender Fiebertraum aus ätherischen Sounds, harten Gitarren und schwebenden Ambienteinflüssen, der einen einfach nur schwindlig-glücklich zurücklässt...

... man kann sich nur ihrem Label mit diesen Worten anschließen:
"Welcome to your new favourite Russian band"!  
(Sublime)




Auch international ist man von "Everything Else Matters" sehr angetan: Bei Metacritic sind aktuell 77 von 100 Durchschnittspunkten für die 8 Songs verzeichnet. Drowned in Sound wirft außer den oben genannten Bands noch Stereolab, Sigur Rós, Steve Reich, Stars Of The Lid oder Autechre in die Runde, um den Klang von Pinkshinyultrablast, der auch eine elektronische, minimaliste und in Richtung Krautrock tendierende Komponente enthält, zu erfassen:

While the lyrics render themselves indecipherable, it's difficult to envisage what their presence would add to the mix when presented against a collage of sound such as this. 'Metamorphosis' does what it says on the tin, shedding its embryonic sugar-coated veneer before blossoming into a resounding colossus reminiscent of Sigur Ros at their most elegiac. Brooding closer 'Marigold' follows a similar path. Clocking in at just under nine minutes, each second evoking widescreen visions of a pulsating journey by rail. Trans Europe Express it may not be, but there's a sense of fictional translucence about its pastoral beauty all the same.

'Holy Forest' and 'Umi' bridge the gap between the Happy Songs... era and the present, while 'Ravestar Supreme' suggests the four-minute pop song is alive and kicking and secretly reinventing itself in a Russian cathedral. Refined yet audacious both in execution and delivery, Pinkshinyultrablast exemplify sonic pulchritude. Despite its lengthy gestation, Everything Else Matters offers living proof all good things come to those that wait.
(Drowned In Sound)


4 Kommentare:

Olly Golightly hat gesagt…

Gut. 6,5 Punkte

Dirk hat gesagt…

Manchmal zu lang und ausufernd. Kurz und knackig (wie z.B. "Holy Forest") gefällt mir hier besser.

6,5 Punkte

Jörg hat gesagt…

Schöne Sache, ebenfalls: 6,5 Punkte

Miss Shapes hat gesagt…

Mein Album des Jahres: Immer und immer wieder angehört, daher: 10 Punkte, Punkt.