Montag, 2. Februar 2015

Deichkind - Niveau weshalb warum






















Man kann mir nicht nachsagen, dass ich deutschsprachigem Hip Hop gegenüber positiv eingestellt sei. Mein diesbezüglicher Enthusiasmus fand seinen Höhepunkt mit dem Kauf des Albums “Auf einem Auge blöd” im Jahr 1995.

Nicht lange danach wurde 1997 Deichkind von Philipp Grütering, Malte Pittner und Bartosch "Buddy" Jeznach gegründet. Über die nunmehr sechs veröffentlichten Alben blieb davon Philipp Grütering aka Kryptik Joe übrig. Aktuell zählen neben ihm Henning Besser (La Perla), Sebastian Dürre (Porky) und Sascha Reimann (Ferris Hilton, tafka Ferris MC) zum Line Up. Ach ja, und die Gastsängerin “Siri”.   

Die Band stellt ihre Historie aktuell in vier Phasen dar:
  • Phase 1: Von Bergedorf nach Hamburg CIty: Lost im Speckgürtel
  • Phase 2: Vom Waagenbau zum Bundesvision Song Contest: Pleiten, Pech und Pannen
  • Phase 3: Himmelhoch im Jammertal: Remmidemmi
  • Phase 4: Von unten nach oben: Klotzen statt kleckern
In den Phasen 1-3 und auch noch auf dem letzten Album “Befehl von ganz unten” fand ich Deichkind überwiegend doof. Doch mit ihrem sechsten Machwerk “Niveau weshalb warum” haben sie mich geknackt: Mir erscheint es als das bislang beste deutschsprachige Hip Hop Album. Treibende Rhythmen und dem Albumtitel nicht entsprechend z. T. wirklich hörenswerte Texte treffen sicher nicht nur meinen Geschmack. Mit der Mischung aus Hip Hop, Electro, Pop und etwas NDW hat “Niveau weshalb warum” gute Chancen eines der erfolgreichsten Alben des Jahres in Deutschland zu werden. 

Natürlich muss man (oder zumindest ich)  Songs wie “”Denken Sie groß”, “Like mich am Arsch” und “Was habt Ihr?" als Ironie interpretieren und z. T. als Konsum-/Gesellschaftskritik verstehen. Aber dann funktioniert “Niveau weshalb warum” wunderbar. 

Auch Spiegel.de äußert sich zu diesem Phänomen:
Die brachiale Mischung aus HipHop und Elektro, die die vergangenen Platten noch prägte, hat die Band zugunsten eines feiner hingeklöppelten HipHop-Sounds aufgegeben. Was zur - Achtung: echte Überraschung! - neuen Nachdenklichkeit der Platte passt. (8.8) 

Das Video zu “So ‘ne Musik”:

Deichkind wird bei diesen Gelegenheiten und darüber hinaus auf diversen Festivals für Partystimmung sorgen:
  • 08.04. Lingen
  • 09.04. Münster
  • 10.04. Düsseldorf
  • 11.04. Dortmund
  • 13.04. Saarbrücken
  • 14.04. Hannover
  • 15.04. Karlsruhe
  • 16.04. Neu-Ulm
  • 18.04. Frankfurt
  • 19.04. Freiburg
  • 20.04. Zürich
  • 21.04. Augsburg
  • 23.04. Graz
  • 24.04. Linz
  • 25.04. Würzburg
  • 26.04. München
  • 28.04. Berlin
  • 29.04. Flensburg
  • 30.04. Aurich
  • 01.05. Hamburg

2 Kommentare:

Ingo hat gesagt…

Mmmhh…… ist das beste Album des Jahres das Album, welches man am häufigsten gehört hat und welches am meisten Spaß machte? Mit 9 Punkten kommt dieses Album in meine engere Wahl.

Dirk hat gesagt…

Oh je, oh je. 4 Punkte