Mittwoch, 14. Januar 2015

Panda Bear - Panda Bear Meets The Grim Reaper






















Pandabären sind Einzelgänger. Nur in der Paarungszeit ändern sie diese Einstellung kurzzeitig. Ansonsten zeigen vor allem die weiblichen Tiere ein ausgeprägtes Territorialverhalten. 

Panda Bear wurde nicht unter diesem Namen geboren sondern als Noah Benjamin Lennox. Da er auf seine ersten eigenen Tapes gerne Pandabären malte, war der Weg zu seinem Künstlernamen nicht mehr weit. Dieser Panda Bear ist aber nur zweitweise ein Einzelgänger, wohl fühlt er sich auch als Teil der Band Animal Collective. Mit dieser veröffentlichte er schon einige von Kritikern gelobte Alben, so z. B. Merriweather Post Pavilion im Jahr 2009. Panda Bear zeigt zudem Eigenschaften eines Zugvogels: Er hat seinen Wohnsitz von Baltimore, Maryland nach Lissabon verlagert. Auch bezüglich der Veröffentlichung seiner Musik emanzipiert Panda Bear sich mit “Panda Bear meets the Grim Reaper” ein Stück weit von Animal Collective: Es erscheint nicht auf deren eigenem Paw Tracks Label sondern auf Domino Records. 

Auch sein fünftes Album “Panda Bear meets the Grim Reaper” als Panda Bear nahm Lennox nicht komplett alleine auf. Maßgeblich unterstützt wurde er von Peter Kember (u. a. Gründer von Spacemen 3 und Produzent von MGMTs “Congratulations”) aka Sonic Boom, der bereits auf dem Vorgänger “Tomboy” seine Finger im Spiel hatte. 

In der Vergangenheit konnte ich die verbreitete Begeisterung für Animal Collective und Panda Bear (vor allem das hochgelobte “Person pitch” aus dem Jahr 2007) nicht nachvollziehen. Das klang mir dann doch zu steril, zu monton oder auch mal zu wild gemischt. Es mag an meiner Wahrnehmung und / oder an der Entwicklung liegen: “Panda Bear meets the Grim Reaper” weiß mir durchaus zu gefallen. Songs wie “Sequential circuits”, “Mr Noah”, “Davy Jones’ locker”, “Butcher baker candlestick maker” und “Boys latin” zeigen doch einige packenden Momente und eine nennenswerte musikalische Spannbreite. An einigen Stellen ist “Panda Bear meets the Grim Reaper” einen Tick zu dreampoppig geraten, aber vielleicht benötigen echte Electro Fans ja solche Ruhephasen.

Spin.com:

The absence of memorable choruses isn't to suggest that Grim Reaper is less worthy of your time than its predecessors. It's not necessarily better than the freak-folkish Young Prayer (2004), the pop-minded Person Pitch, or the frostily electronic Tomboy — just different. It's his most explorative effort yet, in a career not lacking in curiosity. With his sincere reluctance to create the same thing twice, Lennox understands how to be as fluid and malleable as the very esoteric orchestrations he births. Grim Reaper is an unedited adventure of blossoming soundscapes, vision-blurring, dissonant melodies, and cheerful robot dance numbers like "Principe Real." It hardly hits the same note twice. And if this is what meeting the grim reaper sounds like, then let's draw up a will and meet Lennox at the cemetery gates.
 
Das Video zu “Boys latin”:

Panda Bear - Boys Latin (Official Video) von domino
 
Und das zu “Mr Noah”:

Panda Bear - Mr Noah (Official Video) von domino
 
Am 10.03.2015 wird Panda Bear in Berlin auftreten.

3 Kommentare:

Ingo hat gesagt…

6 Punkte

Olly Golightly hat gesagt…

5,5 Punkte

Dirk hat gesagt…

Natürlich würde ich an einen Pandabären am liebsten die Höchstwertung verteilen...

5,5 Punkte