Freitag, 30. Januar 2015

Box And The Twins – Below Zero EP



Kurz bevor der Januar zu Ende geht noch schnell eine Empfehlung, die gleich aus zweierlei Gründen nicht in unser Bewertungsschema passt: Eine EP (#1) aus dem letzten Jahr (#2). Aber verheimlicht werden sollte sie auf gar keinen Fall.

Im März letzten Jahres veröffentlichte die Band Coctail Twins ihre Debut-EP namens Our Fears und präsentierte uns auf dieser vier sehr schöne Coldwave/Darkpop-Songs, eingehüllt in einen berauschenden Shoegaze-Sound, der jedem Fan dieses Genres ein verklärtes Lächeln ins Gesicht zauberte. Der Name der Band wurde mittlerweile in Box And The Twins geändert, da es mit wachsender Bekanntheit diverse Irritationen von und mit Fans und Bewunderern einer Band ähnlichen Namens gab. Aber die Musik bleibt unverändert toll und so hören wir auf der neuen EP wieder

düstere Sounds und eine hypnotische Stimme […]. Dies stellen sie schon beim eröffnenden Track western horizon unter Beweis, der sich mit jeder Minute und vor allem auch mit jedem weiteren Hördurchgang tiefer in den Gehörgang bohrt. Etwas fröhlicher beginnt das nachfolgende perfume well, doch hält dieser Eindruck nicht lange an, denn auch hier herrscht eine zugleich wohlige und bedrückende Düsterkeit vor. Dem Trio gelingt es auf Anhieb, den Hörer in eine fremde Welt zu entführen. Schließt man seine Augen, meint man die ungeheuren Emotionen förmlich greifen zu können. Kaum einer anderen Band gelingt es aktuell wohl, Sehnsucht und Melancholie so gefühlvoll in wundervolle Klanggemälde umzuwandeln. Tief in den Achtziger Jahren verwurzelt ist big nothing, das an Szeneikonen wie Siouxsie And The Banshees, X Mal Deutschland oder Malaria erinnert. (sparklingphotos.de)



Die drei (bzw. live vier) Kölner haben letztes Jahr schon mit so illustren Bands wie The KVB, Esben And The Witch und Leave The Planet gespielt und sind im Februar mit A Projection und im April mit den tollen Schonwald zu sehen:

28 | 02 | 2015 w/A PROJECTION @astrastube hamburg
30 | 04 | 2015 w/SCHONWALD @8 below munich
(ohne Gewähr)

1 Kommentare:

Jörg hat gesagt…

Soundtrack für den kalten, nebelverhangenen Sonntagnachmittag am Fjord. Zwar kann die EP das hohe Niveau des DüsterPop Openers "Western Horizon" nicht ganz halten, trotzdem gibts 7 Punkte.