Sonntag, 14. Dezember 2014

The Afghan Whigs - Do the beast






















Die Afghan Whigs wurden allein schon wegen ihres Vertrages mit Sub Pop dem Grunge zugeordnet. Das mag auch dem Alternative Rock der Band gerecht werden, nicht aber Greg Dullis soullastigem Gesang. Mit diesem bereichert er nicht nur The Afghan Whigs sondern auch The Twilight Singers. Ferner war Dulli u. a. als Sänger der Backbeat Band und mit Mark Lanegan als Gutter Twins auf deren Album "Saturnalia" aktiv. Auf dem vorletzten dEUS Album “Keep you close” war er ebenfalls zu hören. 

The Afghan Whigs entstanden 1986 aus The Black Republicans. Dort waren Greg Dulli und Bassist John Curley bereits gemeinsam aktiv. Über Curley lernte Dulli den Gitarristen Rick McCollum kennen und deren Affinität zu R&B war vielleicht der Grund, dass The Afghan Whigs aus der Taufe gehoben wurden. Diese Vorliebe äußerte sich verborgen in einigen Rhythmen der Band aber vor allem in Dullis Gesang. Und dieser ist auch bis heute das Alleinstellungsmerkmal der Band. Er überdauerte die ersten 15 Jahre der Bandgeschichte und wurde sowohl bei der ersten Reunion im Jahr 2006 als auch bei der “Wiederbelebung” seit 2011 zelebriert. Verloren hingegen ging leider mit Rick McCollum dessen Gitarrenspiel.

“Do the beast” ist das siebte Album der Band aus Cincinnati und damit ihr erstes in diesem Jahrtausend. Viele von Dullis musikalischen Freunden durften darauf mitwirken. “Do the beast” bietet überzeugendenden Alternative Rock und eine gute Bühne für Dullis Gesang. An der ein oder anderen Stelle ist das vielleicht einen Tick überladen, aber in der Gesamtheit ist “Do the beast” zwar nicht das beste Afghan Whigs Album aber eines der besten Rock Alben des Jahres. 

Laut.de sieht es etwas anders:
So ist "Do To The Beast" die bisherige Krönung des ohnehin hochwertigen Schaffens der Whigs.
Throughout the album, Dulli seems to be treating the band’s own career in the same way he treats an old R&B record: as raw material for his current obsessions. As he nears 50, he’s able not only to play up the rough grain in his voice as he grasps for high notes on “Lost in the Woods”, but also to take in the breadth of his career to date. If his catalog is a car, he’s stripping it of its parts and refashioning something newer, more streetworthy. So Do to the Beast may not always sound like an Afghan Whigs album, but it operates like one, scavenging the darker corners of pop history to create something personal, vital, and urgent.

Für den 11.02.2015 in ein Auftritt der Band in Hamburg geplant. 
 
Das Video zu “Algiers”: