Montag, 22. Dezember 2014

Lamb - Backspace unwind






















Ich bin etwas enttäuscht von den Vorschlagsfunktionen der einschlägigen Musikportale. Es ist keine Auszeichnung für diese oder für das aktuelle Plattenlabel, dass ich über das aktuelle Lamb-Album “Backspace unwind” erst einige Wochen nach Erscheinungstermin von einem Kollegen informiert werden musste. 

Die 1996 von Lou Rhodes und Andy Barlow in Manchester gegründete Band veröffentlichte 2011 ihr Comeback-Album “5”. Dieses bot noch einige Verweise an die Trip Hop Vergangenheit des Duos und Singer/Songwriter Ausflügen wurde viel Platz eingeräumt. 

Auf dem sechsten Album erfindet sich Lamb nun aber ein Stück weit neu. Selten (abgesehen vom Remix Album “Lamb Remixed”) klangen Rhodes und Barlow gemeinsam so elektronisch. Die subtilen Trip Hop Rhythmen weichen weitgehend wuchtigen Bässen. Vielleicht benötigt das Publikum die Message mit dem Dampfhammer und die poppigen Momente, um Lambs Brillanz zu erkennen. Aber einige der Lamb-Qualitäten treten dabei bescheiden in den Hintergrund.

“Backspace unwind” ist ein gutes Album, aber kein Lamb Meilenstein. 

Besonders gefallen mir auf “Backspace unwind” der Titelsong, “As satellites go by”, “Shines like this”, “What makes us human” und “Seven sails”. Die beiden Abschlusstitel sind mir einen Tick zu ruhig geraten. 

Lamb klingen auch 20 Jahre nach ihrer Gründung noch immer erfrischend. Trip Hop mag zwar nicht mehr der neueste Schrei sein, doch Rhodes und Barlow ist es gelungen, mit ihrem sechsten Album an ihre besten Momente anzuknüpfen.

The masterful production of the record really brings the album into its own. It does exactly as it needs to do, creating enough atmosphere to get the message across, but without overdoing it. There is still ambition in the music, and evidently a clear vision of how they wanted this album to come across. It touches the heart, has a fire and makes you relax as Lamb transport you to a parallel universe where troubles evaporate.


Ein inoffizielles Video zum Titelsong: