Freitag, 5. September 2014

The Kooks - Listen






















Seit zehn Jahren gibt es The Kooks aus Brighton und mit “Inside in/Inside out”, “Konk” und “Junk of the heart” haben sie jeweils für Interesse und Aufsehen gesorgt. Für den einen oder anderen Hit war die Band immer gut. Grundsätzlich war sie mir sogar sympathisch nur konnte mich keines ihrer Alben bislang wirklich fesseln oder mitreißen. Es tauchten einfach zu viele beliebige und austauschbare Songs auf. Bei Platten vor Gericht stießen die Alben durchaus jeweils auf einige Gönner aber auch auf weniger wohlgesonnene Urteile.

Den ersten Eindruck des neuen Albums verschaffte mir der Song “Down”: Der rumpelnde Rhythmus des Songs macht zweifellos Laune. Obwohl mich der Hinweis auf die Zusammenarbeit mit dem Hip Hopper Inflo skeptisch stimmte, konnte ich eine gesteigerte Neugier nicht unterdrücken. Nun erscheint “Listen” und wie so häufig wird natürlich nicht alles so heiß gegessen wie… usw. Die Hälfte der elf Titel auf “Listen” fällt durch einen signifikanten Electro-, Soul-, Funk- oder Dance-Anteil auf. Da ansonsten Indiepop und Indierock weiter eine starke Basis darstellen sollte auch den Fans der älteren Platten der Zugang zu “Listen” leicht fallen.

Wann muss man schon mal bei der Beschreibung einer Indiepop/Indierock Scheibe auf die Wörter “funky” oder “groovy” zurückgreifen? Mit “Listen” haben The Kooks eine unerwartete Abzweigung genommen, die nicht in eine Sackgasse führt sondern der Band endlich mal ein paar Alleinstellungsmerkmale verschafft und für die Zukunft einige Türen öffnet. Ich bin gespannt.

The Telegraph:
Pop music throws up vast numbers of bands like the Kooks, who have a few years’ worth of hits then drift out of fashion because, in essence, they never really had more to offer than a decent tune and the right haircut. The Kooks have come out fighting though, completely re-evaluating and overhauling their sound and the result is an exuberant fourth album bristling with character.

Drowned in sound hingegen scheint ganz und gar nicht begeistert:
It is, quite possibly, the worst thing you’ll hear all year – my only retort to the imperative contained in that cocky title is 'don’t bother.'

Meine Favoriten auf “Listen” sind “Around town”, “Bad habit” und vor allem “It was London”.

Das Video zu “Forget & forgive”:

“Bad habit” Live aus den Hansa Studios:

4 Kommentare:

Jörg hat gesagt…

Das Dilemma "Ja, die erste Platte von denen fand ich ja ganz toll, aber danach..." greift hier wieder mal. The Kooks haben mittlerweile die rockigen Gitarren gegen modernen Hipster-Sound getauscht. Enttäuschend! 4,5 Punkte

Dirk hat gesagt…

Das gelingt auch nicht jeder Band: Die drei schlechtesten Songs wurden als Singles ausgewählt.

6,5 Punkte

Ingo hat gesagt…

Mehr als 6,5 Punkte gibt es auch von mir nicht.

U. hat gesagt…

5,5 Punkte.