Samstag, 6. September 2014

J Mascis - Tied to a star






















Gleich die ersten drei Songs auf “Tied to a star” markieren das Spielfeld, auf dem J Mascis solo agiert. “Me again” ist eine ruhige und entspannte Singer/Songwriter Nummer. Man könnte darin sogar ein paar Schnipsel von Songs erahnen, die Justin Vernon in seiner Hütte vergessen hat. “Every morning” ist einer der flotteren Songs auf Mascis’ zweitem Solowerk und dieser hält die Indierock-Fahne hoch. “Heal the star” schließlich repräsentiert die meisten Songs auf “Tied to a star”: Entspannte Singer Songwriter Titel mit etwas Folk und Indierock-Einschlag. Böse Zungen könnten nun behaupten, wer die drei Songs gehört hat kennt das gesamte Album. Andere hingegen dürften die Homogenität, Entspanntheit und Natürlichkeit der Titel auf “Tied to a star” schätzen. Zu der letzten Gruppe zähle ich. 

Wie auch schon im Jahr 2011 auf “Several shades of why” bleibt Mascis den Nachweis schuldig, dass er diese Songs nicht auch mit Dinosaur Jr. hätte veröffentlichen können. Aber so viel Eitelkeit sei dem fast 50 Jährigen erlaubt. Immerhin zählt er zu den besten Gitarristen unserer Zeit und man kann ihm wirklich nicht nachsagen, dass er sich auf “Tied to a star” darauf zurückzieht. Er schreibt einfach gute Songs, die auch ohne Gitarrenwände und –soli funktionieren. Im Vergleich zu “Several shades of why” klingt die aktuelle Platten einen Tick rockiger. Hörer des ersten Albums werden ihre Meinung zu Mascis’ Soloausflügen nach “Tied to a star” nicht revidieren.

Again, these are very good songs that bear all the marks of the elder statesman’s voice. And, although they’re not Dinosaur Jr. songs, they’re somehow still quintessentially Mascis in similar ways — even if we’ve never heard him exactly like this before. In place of Dino’s Murph/Barlow amplification, there is one of two things: the occasional miscellaneous instrument — if only because this album is under Mascis’s name alone and he can do what he wants — or, more often, nothing at all. The small palette of Tied to a Star barely differs from that of Several Shades, and its tone is similarly subdued with almost no exceptions (there are precisely two full-on-Mascis electric solos here). Consider the two albums counterparts, guilt-free.
Die Rolling Stones verdingen sich seit Jahrzehnten mit gleichen Songs und gleichen Alben. Da kann man J Mascis durchaus auch noch einige gute Platten seiner Machart zugestehen. 

Dort gibt es das Video zu “Every morning” und hier den Opener “Me again”:

Am 15.12. gibt J Mascis seiner einziges Deutschland-Konzert 2014.

3 Kommentare:

Dirk hat gesagt…

Ungewohnt und (leider auch) unprickelnd.

5,5 Punkte

Ingo hat gesagt…

7,5 Punkte

Volker hat gesagt…

Da waren sowohl sein letztes Solowerk als auch was er mit Dinosaur Jr. zuletzt gemacht hat deutlich besser

6