Samstag, 19. Juli 2014

Sia - 1000 Forms Of Fear




















10 Fakten zum neuen Album von Sia:

1. 4 Jahre nach ihrer letzten und bis dahin erfolgreichsten Platte "We Are Born" veröffentlichte die 38-jährige Australierin Sia Furler mit "1000 Forms Of Fear" nun ihr sechstes Album.

2. Mit Ängsten kennt sich Sia aus, denn mit der steigenden Popularität kam sie nicht klar, wurde abhängig von Alkohol und Drogen, ein Selbstmordversuch konnte von einem Freund unterbunden werden. Sia wechselte daraufhin den Manager und schrieb fortan Songs für andere Künstler.

3. So schrieb sie in den letzten Jahren nicht nur einige Albumtracks für Madonna, Katy Perry oder Beyoncé, sondern auch erfolgreiche Hitsingles für Christina Aguilera ("You Lost Me"), Britney Spears ("Perfume") oder Rihanna ("Diamonds"). Auch am fürchterlichen WM-Song "We Are One (Ole Ola)" ist sie nicht ganz schuldlos.

4. Bei anderen erfolgreichen Singles war sie zudem als "Featured Artist" zu hören: "Titanium" und "She Wolf (Falling To Pieces)" (beides David Guetta) oder auch "Wild Ones" (Flo Rida).

Nicht, dass ihre bisherigen fünf Studioalben nicht auch schon recht zugänglich gewesen wären, aber diesmal passt sich Sia den chartstauglichen Konventionen geschmeidiger an als bislang. Da klappern die Beats so synkopiert, wie sie seit den Neptunes zu sein haben, gibt es mit „Straight For The Knife“ eine mollige Ballade, jubilieren die Synthies und verbreiten die Streicher das angemessene Pathos.

Die Texte allerdings, die die Australierin mit ihrer grandiosen Stimme, die alles kann zwischen strahlender Helligkeit und knarzender Tür, vorträgt, fügen sich nicht so problemlos ins Radioformat. Die Liebe ist hier stets leidgeprüft, das Leben eher ermüdend, die Depression ein guter Freund und der Wahnsinn nicht weit. Weit geht sie hier auf, die Schere zwischen Ton und Text. Weit genug, um ohne großes Risiko die nächsten Hits in der Karriere von Sia Furler zu prophezeien. (Musikexpress)

5. Vor Gericht musste sich Sia dieses Jahr bereits mit einer Platte bei uns verantworten, denn sie war als Komponistin und Produzentin mit verantwortlich für "Kiss Me Once" von Kylie Minogue.

6. Die 12 Titel von "1000 Forms Of Fear" (48:41 Minuten, keine Bonus-Tracks und keine Special Edition, wie sonst mittlerweile üblich) wurden von Greg Kerstin (Lana del Rey, Lykke Li, Foster The People, Katy Perry) produziert. "Elastic Heart" weist Diplo als Co-Produzenten aus. Beim Komponieren wurde sie von zahlreichen anderen professionellen Songwritern unterstützt, etwa Chris Braide, Justin Parker oder Sam Dixon. "Hostage" schrieb sie gemeinsam mit Nick Valensi, dem Gitarristen von The Strokes.

7. Als erste Single wurde der Song "Chandelier" ausgewählt, der in Frankreich Platz 1, in Australien Platz 2 und in zahlreichen anderen Ländern die Top Ten (u.a. England, USA) erreichte. Nur in Deutschland sorgte der Song nicht gerade für Furore (#44).




8. Im Video von "Chandelier" tanzt die elfjährige Maddie Ziegler mit einer für Sia typischen Perücke. Hier und in der Umsetzung des Songs in der Ellen DeGeneres Show zeigt sich Sias Verweigerungshaltung bezüglich Promotion-Auftritten. Dazu Sia: 
I already have a much larger concept for this album and for how I'm going to present it and that was: I don't want to be famous. If Amy Winehouse was a beehive then I guess I'm a blonde bob. I thought 'well if that's my brand, how can I avoid having to use my face to sell something', so my intention was to create a blonde bob brand. Throughout this whole thing I'll put a different person in a blonde bob and either they lip-synch while I'm doing a live performance or they perform a dance or do some sort of performance while I have my back to the audience, as with Ellen.




9.  "1000 Forms Of Fear" ist mittlerweile zum erfolgreichsten Album von Sia avanciert, da es sie sowohl in ihrer Heimat Australien als auch in den USA erstmals auf Platz 1 der Charts führte.

10. Auch die Kritiker nehmen "1000 Forms Of Fear" sehr wohlwollend auf: Metacritic kommt derzeit bei 27 berücksichtigten Reviews auf einen Durchschnitt von 76 von 100:

Whether or not stadium pop is to everyone’s taste, this is it in its smartest and most human form. (Fact Magazine

When you listen to 1000 Forms of Fear and hear the real pain in her beautiful, guttural vocal hiccups, it doesn’t feel like a voyeuristic experience but, rather, like an old friend’s new hurting or your own past mistakes. (Consequence Of Sound)

1000 Forms of Fear is a anguished pop album for our uncertain times, crafted by an artist who is conflicted and torn by her celebrity as well as her vulnerable heart. (The Line Of Best Fit)

A clever range of textures (from raw cello through stuttering piano to popcorn-light synths) keep things interesting and there’s a bravery in the way she spins inspirational lyrics from her long battles with addiction and bipolar disorder. (The Telegraph)



5 Kommentare:

Dirk hat gesagt…

Mein peinlichster Lieblingssong des Jahres: "Chandelier" von Sia. Das Album bekommt dennoch nicht mehr als: 5 Punkte

Olly Golightly hat gesagt…

Wird auch auf meiner Jahres-CD drauf sein. Ist somit nicht peinlich ;-)

Olly Golightly hat gesagt…

5 Punkte

Volker hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Volker hat gesagt…

Häh? Was an Chandelier ist denn peinlich? Großer Popmoment, großes Album.

8,5