Mittwoch, 21. Mai 2014

Kristeen Young - The Knife Shift




















Bereits im vierten Jahrhundert vor Christus legte Aristoteles mit seinen Syllogismen den Grundstein der antiken Logik. Die Syllogismen sind dabei immer nach einem bestimmten Muster aufgebaut: Zwei Prämissen, Ober- und Untersatz genannt, führen zu einer Konklusion oder Schlussfolgerung. Erklärt ist dies am leichtesten anhand eines gültigen Syllogismus':

Erste Prämisse: Alle Menschen sind sterblich.
Zweite Prämisse: Alle Griechen sind Menschen.
Konklusion: Alle Griechen sind sterblich.

Es würde den Plattenkauf entschieden vereinfachen, könnte man diese logische Argumentation auch auf die Musik und deren persönliche Perzeption übertragen. Versuchen wir es einfach einmal:

Obersatz: Morrissey liebt die Musik von Kristeen Young.
Untersatz: Ich liebe die Musik von Morrissey.
Schlussfolgerung: Ich liebe die Musik von Kristeen Young.

Ich durfte die US-amerikanische Singer/Songwriterin bereits mehrfach im Vorprogramm von Morrissey begutachten, und auch aktuell begleitet sie ihn wieder auf seiner Konzertreise durch die USA. Jedoch ließen mich ihre Auftritte zumeist ungläubig, ratlos, genervt und verwundert zurück. 
Genau so geht es mir leider auch mit ihrer aktuellen Platte. Kristeen Young bearbeitet ihr Piano bzw. ihre Keyboards aggressiv und dynamisch, und vermag es, ihre Stimme - mal schrill, mal dramatisch - nach Kate Bush, Cyndi Lauper, Amanda Palmer und Beth Ditto klingen zu lassen.
Lieber Aristoteles / lieber Morrissey, das ist mir leider zu anstrengend.

Was bei Aristoteles so logisch klingt und funktioniert, passt bei Kristeen Young und mir leider gar nicht. Bei anderen hingegen sehr wohl: Mit ihrem soeben veröffentlichten siebten Album "The Knife Shift" scheint Kristeen Young nicht nur Morrissey für sich gewonnen zu haben. Die Platte wurde von Tony Visconti (David Bowie, T.Rex) produziert, Boz Boorer (Gitarrist und "Musical Director" bei Morrissey) spielte Gitarre und am Schlagzeug saß niemand geringeres als Dave Grohl (Nirvana, Foo Fighters), der auf 5 Songs auch zur Gitarre griff und richtig begeistert ist: 
I love this record. It's unlike anything I've done before. Piano, drums, bass, and guitar. That's it. It's bare, but very deep. Raw, but melodically complex. I love Kristeen. So much. I've never met anyone like her. Neither have you.


So yeah, Young has some prettyyyyy big britches to fill. "Pearl of a Girl" is a pretty good indication of greatness, a fun and funky track featuring her unique voice that recalls a muscular Kate Bush, if that's a thing.
(noisey)

We'd totally be jealous, but the way she slams on the keyboard wins us over every time. If T.Rex and Heart got together in the year 2050, you'd get Young. We're always in the mood for throwback vibes, so of course we're premiering her new single "This Is War." If you're in need of an empowering ballad (can we make that the new power ballad?), then you need to listen to Young's high-pitched howls below.
(nylon)

3 Kommentare:

Dirk hat gesagt…

Jetzt ist es mit ihr und Morrissey auch aus! Arme Kristeen. Von mir kommt auch kein Trost:

3,5 Punkte

Ingo hat gesagt…

Von mir gibt es auch keinen Trost... aber Anerkennung in Form von 8 Punkten.

Volker hat gesagt…

Sharon van Etten ist doch nicht so übel

3,5