Samstag, 10. Mai 2014

Kent - Tigerdrottningen




















Die schwedische Band Kent existiert im Grunde seit 1990, auch wenn sie erst seit 1995 unter diesem Namen Alben veröffentlicht. Elf Stück sind es mittlerweile und "Tigerdrottningen" heißt das aktuelle. Joakim Berg, Martin Sköld, Markus Mustonen und Sami Sirviö sind seit den Anfangstagen in der Band, die in ihrer schwedischen Heimat zehn Alben und fast genau so viele Singles an der Spitze der Charts platzieren konnte, außerhalb von Skandinavien aber bei Weitem nicht diesen Erfolg und Bekanntheitsgrad erreichen konnte. 1998 und 2000 versuchte man es mit den englisch sprachigen Versionen der Alben "Isola" und "Hagnesta Hill" - jedoch vergeblich. 2007 verließ mit Harri Mänty der Gitarrist die Band und man darf darüber spekulieren, ob die neue musikalische Ausrichtung der Grund oder die Folge dieses Ausstiegs war. Denn seit dieser Zeit klingen Kent elektronischer und synthetischer als jemals zuvor. 

Als bekannt wurde, dass das Album "Tigerdrottningen", zu deutsch "Tigerkönigin", heißen sollte, fiel mir direkt ein, dass bereits 2002 einmal ein Tiger ein Plattencover von Kent zierte ("Vapen & Ammunition"). Sollte also "Tigerdrottningen" eine Rückkehr zu rockigeren Tönen darstellen?
Die Frage kann nach einem Hördurchlauf schnell verneint werden. Auch auf den 11 neuen Titeln, die mit ihren langjährigen Produzenten Daniel Alexander und Stefan Boman in Los Angeles aufgenommen wurden, dominieren die pulsierenden und pluckernden Beats, spielen die Keyboards und Streicher groß auf und plustern Kent ihren Breitwand-Electro-Pop in den Refrains gehörig auf. Mit Petra Marklund, Camela Leierth, Martin Sandberg und Erik Hassle haben sich einige bekannte schwedische Musiker als Gastsänger eingefunden, jedoch gehen ihre Gesangsbeiträge in Pomp und Pathos ein wenig unter. Die Ausnahme bilden hier "Allt Har Sin Tid" bzw. Beatrice Eli auf "Godhet".

Klingt jetzt nach viel Gemecker, aber natürlich hat auch "Tigerdrottningen" den ein oder anderen Hit zu bieten, der einen mindestens bis zum zwölften Album von Kent permanent verfolgen wird: angefangen bei der tollen Single "La Belle Epoque" oder "Skogarna" oder "Allt Har Sin Tid" oder ...       




The development from within the last three albums is obvious, musicians have the ambition to create magic for a lack of a better word, In “Tigerdrottningen” we find Kent in the quest to be better.

With “Mirage” The album starts with a grand sound, Jocke bergs voice seduces us into “Tigerdrottningen” in a way that just Kent knows how to do, Mirage is evident as it would be opening live. Throughout the whole album Kent takes us deeper and we lose ourselves in melancholic melodies, marching drums and a lyrical path embracing us in a warm blanket, in minutes if we close our eyes we find ourselves on the grass enjoying a trip down memory lane to a bonfire on a cliff with friends a late summer evening.  “Tigerdrottningen” works good in calm moments but still give you the goose bumps live.
(the label)


3 Kommentare:

Olly Golightly hat gesagt…

6 Punkte

Ingo hat gesagt…

Weniger schlimm als Mando Diao. 5,5 Punkte

Dirk hat gesagt…

"La belle epoque" ist natürlich schöner als der Rest.

7,5 Punkte