Sonntag, 20. April 2014

Eels - The cautionary tales of Mark Oliver Everett






















Bekanntlich sind die Eels Mark Oliver Everetts (aka “E”) Soloprojekt mit wechselnden Begleitmusikern. Mit dem elften Album “The cautionary tales of Mark Oliver Everett” wird auch der Albumtitel dieser Tatsache gerecht.

Zu Zeiten des Debüts “Beautiful freak” im Jahr 1996 hätte man die Eels noch für eine Rock-Band halten können. Mark Oliver Everetts Buch “Things the grandchildren should know” schildert einige Gründe, warum die folgenden Werke merklich nachdenklicher und persönlicher wurden.

Einige rockige Alben zwischendurch (“Souljacker” und “Hombre lobo”) täuschen nicht darüber hinweg, dass Everett eigentlich melancholische Geschichten erzählen möchte. Während ich in der Vergangenheit die rockigen Ausbrüche besonders zu schätzen wusste und diese vielen der ruhigeren Songs vorzog, überzeugt mich “The cautionary tales of Mark Oliver Everett” auch  ohne Rock Titel mit sehr persönlichen und ergreifenden Songs. An diesen arbeitete E mit seiner Band (Koool G Murder, The Chet, P-Boo und Knuckles) bereits vor einer Weile, aber er stellte sie zurück und nahm in gleicher Besetzung zwischenzeitlich “Wonderful, glorious” auf.

Trotz der Unterbrechung und den “Nacharbeiten” wirkt “The cautionary tales of Mark Oliver Everett” vor allem im Vergleich zum vielseitigen Vorgänger erstaunlich homogen. So erscheint das bislang “reinste” Singer-/Songwriter Album der Eels eben jetzt. Musikalisch begleitet werden Es Erzählungen dieses Mal u. a. von Streichern, Bläsern und dem Glockenspiel. Ohne neue Grenzen auszuloten könnte es sich auch um eine Zusammenstellung von Songs aus seiner gesamten Zeit als Musiker handeln. E liefert eben eher solide und konstante Leistungen statt Überraschungen. Die Eels haben sicher schon ein Dutzend stärkerer Songs ähnlicher Machart fabriziert. Aber derart dicht auf einem Album versammelt wird die Wirkung verstärkt.

“Serious of misunderstandings”, das bedrohliche “Dead reckoning” und “Mistakes of my youth” erscheinen mir bislang als die besten Titel auf “The cautionary tales of Mark Oliver Everett”. Das Album in seiner Gesamtheit war der ideale Soundtrack für Karfreitag, funktioniert aber auch an jedem anderen Tag des Jahres. Jeden Eels-Fan wird E mit diesem Werk nicht begeistern. Aber der treue E-Anhängerschaft ist es wärmstens empfohlen.

Drowned in sound wünscht dem Werk breiteren Erfolg:

If past Eels albums have been like rifling through the pages of Everett’s diary, then The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett  is like gazing directly into the heart of his soul. Eels may not tread any new ground musically (aside from being generally less noisy), but never before have we seen such raw emotion on show. It would be a shame if this album, like their last couple, doesn’t get listened to beyond Eels’ devoted fan base. There is something rather special in these cautionary tales, something that all of us can learn from.

Das Video zu “Mistakes of my youth”:

Passend zu den ruhigen Songs ist die aktuelle Tour bestuhlt. In Deutschland bieten sich diese Gelegenheit für einen intimen Abend mit E an:
  • 24.06. Berlin
  • 22.07. Hamburg

3 Kommentare:

Ingo hat gesagt…

8,5 Punkte

Volker hat gesagt…

Mal wieder ein besseres album von Herrn E.

7,5

Dirk hat gesagt…

Endlich einmal kein Blues und Rock bei Eels!

6,5 Punkte