Montag, 14. April 2014

Des Königs Goldene - Und Los




















Man könnte glauben, ich höre den ganzen Tag ausschließlich deutschsprachige Musik, wenn man sich so meine Vorstellungen ansieht. Dem ist natürlich nicht so, auch bei mir ist es ein eher kleiner Prozentsatz, aber irgendwer muss ja diese vernachlässigte Flagge hier hochhalten.
Und auch wenn meine Vorlieben, doch eher im "harmonischen" Bereich des deutschsprachigen Sektors liegen, gerne mal Singer/Songwriter, gerne auch mal die eingängigeren Punk/Indie-Bands, ist es doch immer wieder ganz schön, wenn man Bands findet, die sich zumindest ein klein wenig in ihren Vorbildern von dem absetzen, was gerade so "angesagt" ist.
Dieser Tage ist mir mit DES KÖNIGS GOLDENE so eine Band untergekommen. Wenig lautes Geschrei, wenig befindlichkeitsorientierte "Junger Mann mit Gitarre"-Musik, sondern viel mehr gerade auf den Punkt gespielte Rock-Musik (ohoh), die mich persönlich sehr an die damalige Garde des "Brit-Rock" mit ihren Protagonisten a la FRANZ FERDINAND, ARCTIC MONKEYS oder die KAISER CHIEFS (zu Zeiten des glorreichen ersten Albums) erinnert. Beim Opener "Weisse Wand", der zwischen sehr reduzierten Strophen und gitarrenlastigen Refrains wechselt, fällt das vielleicht noch nicht so ins Ohr, aber spätestens mit den ersten Takten von "Schnell und Schrill" ist das nicht mehr wegzudiskutieren.






Man fühlt sich zurückversetzt in den Sommer 2005, als wäre es gestern gewesen und dem ein oder anderen mag auch der Name MANDO DIAO durch den Kopf rauschen. Dass die Band aber auch das Thema Ballade durchaus gut bearbeiten kann, zeigt sich dann schon mit dem nächsten Song "Mein Dach". Manches Mal wird es mir allerdings ein bisschen zu karg z.B. in "Patient 0" und ich würde mir insgesamt eine etwas vollere Produktion wünschen, aber kaum, dass es mit einer weiteren Single "Bei Dir" wieder nassgeschwitzt Richtung Tanzfläche geht, ist das umgehend vergessen und der nächste Indiediskohit geboren.






Und da ich ja ein Namedropper vor dem Herrn bin, muss ich an dieser Stelle natürlich auch noch erwähnen, dass es vor einigen Jahren schon mal eine Mainzer Band gab, die einen ähnlichen Ansatz verfolgte, und an die mich DES KÖNIGS GOLDENE auch ein wenig erinnert, AULETTA.
Und weil sie, wen wundert es, natürlich auch nie die verdiente Anerkennung bekommen haben, seien auch sie noch schnell mit einem Video hier verewigt, weil irgendjemand muss die Flagge ja hochhalten.





1 Kommentare:

Volker hat gesagt…

Kann die Hitdichte nicht über volle Länge halten

6,5