Mittwoch, 16. Oktober 2013

One Sentence. Supervisor - This Heavy Sea


















Die erste Vorladung (VIII)

Personalien:
One Sentence. Supervisor (OSS) sind Donat Kaufmann (Stimme, Gitarre), Jonas Oster (Gitarre), Andreas Hefti (Bass) und Dominik Meuter (Schlagzeug) und sie stammen aus dem Städtchen Baden im Schweizer Kanton Aargau. 

Tathergang:
"This Heavy Sea" ist das Debütalbum des Quartetts und wurde über Goldon Records bereits im April in der Schweiz veröffentlicht und erscheint in Deutschland am 25. Oktober. Vorab erschienen bereits die beiden Singles "Gold" und "No Space Left".
Die Produktionskosten konnten mit finanzieller  Hilfe von 84 Unterstützern, die dafür Zutritt zu einem exklusiven Konzert in einem Zirkuszelt oder eine Einladung zum Fondue-Essen in die OSS-WG erhielten, gestemmt werden.

Plädoyer:
Der Titel "This Heavy Sea" ruft anscheinend geradezu nach Wortspielen rund um das Thema Wasser. So sagt die Plattenfirma "OSS binden auf ihrem Debüt This Heavy Sea die Blüten zum Strauss und stechen in See", "hören sich zuweilen an wie eine Katze, die ins Wasser fällt" und das Album sei "kein Sightseeing sondern ein rauschendes Fest auf Wasser". 
Dazu möchte ich hinzufügen, dass die 10 Songs nahtlos ineinander fließen, was eine Veröffentlichung auf Vinyl verhindert, dabei zwischen dynamischem Indie-Rock mit einem Tropfen New Wave und psychedelischen Prog-Rock im Sinne von Pink Floyd hin und her geschaukelt werden und in ähnlichen Gewässern treiben wie Local Natives und Foals.  

Zeugen:

Der Gesang ertönt mehrstimmig aus den Boxen, gefolgt von einen Solo, das Präzise, aber nicht überheblich ist. Das klingt manchmal nach zeitgenössischen Bands wie den Besnard Lakes, erinnert aber durch die mehrteilige Struktur der Songs mit wiederkehrendem Thema an Pink Floyd zu ihren besten Zeiten (so zum Beispiel bei „With Devotion! Part I-IV“). Die vielschichtigen und mehrere Jahrzehnte umspannenden Einflüsse der Band werden spürbar und es gelingt den Herren aus diesen Inspirationen etwas Neues zu erschaffen, das nicht konstruiert und altbacken wirkt, sondern in sich stimmig ist und einen jugendlichen und innovativen Vibe versprüht. Verträumte Passagen mit kräftigen Portionen Hall und Delay wechseln sich mit klar strukturierten Teilen ab (Reflections On The Wall Pt. II (Gold)) und erzeugen damit eine wunderbare Dynamik und einen interessanten Spannungsaufbau.
(Fingerzeig)

Die in Kapitel gegliederten Songs pendeln elegant zwischen filigranem Indie-Rock und Post-Punk und schliessen sich zu einem runden und facettenreichen Werk zusammen. Das vierteilige «With Devotion!» etwa oder das anschliessende «Reflections On The Wall» leben von einer Dynamik und kompositorischen Klasse, die schlicht umwerfend sind. Damit unterstreicht die Gruppe aus Baden, dass sie zu den hoffnungsvollsten Gruppen des Landes gehört.
(Piratenradio)

Indizien und Beweismittel:



Hier kann man "The Heavy Sea" hören.

Ortstermin:
16.11.13 Freiburg, Slow Club

Urteile: 
Nun sind die werten Richter gefragt...


5 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ein absolut gelungenes Album. Egal ob im Auto, im Büro oder zu Hause; die Musik von One Sentence. Supervisor erfreut jeden Tag. Auch nach 100 Mal durchhören wird die Platte nicht langweilig. Am besten jedoch, ist die Band live zu geniessen. Tolle Jungs, guter Sound.
Vielen Dank.

Anonym hat gesagt…

Das Album heisst übrigens THIS HEAVY SEA :) nicht THE

Dirk hat gesagt…

Das hätten sie aber auch größer auf ihr Plattencover schreiben können!
;-)

Ingo hat gesagt…

8,5 Punkte

Dirk hat gesagt…

Ich steuere 6,5 Punkte bei.