Freitag, 4. Oktober 2013

Birdy - Fire Within


















Das Vögelchen wird flügge, verlässt das Nest der schützenden Coverversionen und setzt auf die Tragkraft der eigenen Songs.

Jasmine van den Bogaerde ist mittlerweile 17 Jahre alt und ihr zweites Album "Fire Within" setzt konsequent auf Eigenkompositionen, nachdem auf ihrem mit reichlich Platin ausgezeichneten Debüt "Birdy" noch auf 10 Interpretationen bekannter Songs gesetzt und mit "Without A Word" nur ein eigener Song präsentiert wurde. Ein gewagtes Unternehmen? Wohl kaum... 

Denn vollkommen allein wurde Birdy mit der Last des Komponierens und Produzierens nicht gelassen. Gemeinsam mit Dan Wilson (Mumford & Sons), Rich Costey (Muse, Sigur Rós), Eg White (James Morrison, Joss Stone) und anderen wurde "Fire Within" produziert, beim Songwriting standen ihr zum Beispiel Ryan Tedder von OneRepublic, Dan Wilson (Adele)  und Ben Lovett ( Mumford & Sons) zur Seite. Daher wird sie nun auf allen 11 Songs (bzw. 15, wenn man die Deluxe Version vorliegen hat) als Co-Autorin aufgeführt. Auch bei den Musikern hat man sich auf die sichere Seite begeben und so sorgen bekannte Namen, wie zum Beispiel Tim Commerford, Bassist von Rage Against The Machine, und Schlagzeuger Omar Hakim, aktuell auch auf Daft Punks "Random Access Memories" zu hören, für den entsprechenden Klang. 

Zu hören gibt es verträumten Piano-Pop, der im Radio prima nach Coldplay ("Wings") oder Tori Amos ("No Angel") laufen kann und sanften Folk-Pop ("Words As Weapons"), der in seinen dramatischer orchestrierten Momenten ("Standing In The Way Of The Lig", "Strange Birds") auch den Millionen Fans von Adele gefallen dürfte.  

Auf „Fire Within“ treffen wir nun also auf die wahre Jasmine van den Bogaerde, deren Spitzname Birdy ist. Schon bei den Coverversionen hat sich abgezeichnet, was auf „Fire Within“ in eigenen Kompositionen von ihr weitergeführt wird. Trotz ihres jungen Alters hat Birdy ihren Sound bereits gefunden und gefestigt. Klingt nach Birdy. „Ich hatte immer eine klare Vorstellung davon, wie das Album klingen soll“, sagt Birdy dazu. „Das Ergebnis ist nicht viel anders, als ich es in meiner Imagination gehört hatte. Das zu erreichen, ist für jeden Künstler eine schwere Herausforderung, und dementsprechend glücklich bin ich mit dem Ergebnis.“ Dabei bleibt Birdy bescheiden: „Ich weiß nie was gut und was nicht gut ist. Ich tue nur das, was ich am meisten liebe, und da bin ich mir dann ganz sicher.“ 

Während andere Jungstars versuchen, sich gegenseitig mit noch fetteren Beats, schrilleren Outfits, aufsehenerregenden Videos oder verruchten Gerüchten den Rang abzulaufen, setzt sich Birdy natürlich schön ans Klavier und singt Songs vom Leben, Lieben und Scheitern, die zu keiner Zeit belanglos sind. Herausragend sind der für Birdy recht poppige Song „Light Me Up“, der an eine junge Madonna erinnert, und die herzzerreißende Klavierballade „No Angel“. 

Was Birdys Album zudem prägt, sind Einflüsse anderer Musiker, mit denen sie kollaboriert hat. Mit dabei sind u.a. Ben Lovett von Mumford & Sons und Ryan Tedder von OneRepublic. Für Birdy eine ungewohnte Erfahrung: „Als ich begann, mit anderen Leuten zusammen zu schreiben, hatte ich eine ziemliche Panik davor, denn es ist eine seltsame Sache, in ein Zimmer zu gehen, und jemandem, den du überhaupt nicht kennst, deine Ideen und Gefühle mitzuteilen. Aber inzwischen liebe ich es, denn es ist sehr interessant zu hören, was jemand anderes über das denkt, was du tust, und dir daraus neue Inspirationen zu ziehen.“ Herausgekommen ist ein beachtliches Album! Birdy sorgt mit „Fire Within“ für Kaminromantik im Frühherbst. 
(hr-online)


Understandably, Birdy’s voice has also developed during her time away, but its maturer tone retains the same angelic, beauty that made her version of Skinny Love so popular, as demonstrated on the sweeping Words As Weapons. It’s also the focal point on Strange Birds, where she is really given an opportunity to show her incredible range, as she sings: “You’ve always loved the strange birds/ Now I want to fly into your world/ I want to be heard.”

Other highlights include the infectious Maybe, with its simple acoustic melody and wondering beat, and the captivating, slow-burning penultimate track Standing In The Way of the Light, where Birdy really gets a chance to flex her songwriting muscles. Starting off with just a sparse, faint piano melody and her stunning vocal, more layers are gradually added to the song as it continues, before it reaches a towering climax.

While there’s no doubt that Fire Within is a positive progression for Birdy, it is not without its faults. On occasions she does slip back into the formulaic territory that encompassed many of the covers on her debut, with songs like No Angel and All You Never Say both falling a bit flat. The same could also be said of Heart Of Gold, but considering it is her first full record of original material, Fire Within is a confident and assured work.
(musicOMH)


2 Kommentare:

Ingo hat gesagt…

6,5 Punkte

Dirk hat gesagt…

Wohl eher etwas fürs Mainstream-Radio als für meinen Plattenteller.

4,5 Punkte