Sonntag, 22. September 2013

Minor Alps - Get There

















Die erste Vorladung (IV)

Personalien:
Hinter den Minor Alps verstecken sich zwei bekannte Namen: Juliana Hatfield (Jahrgang ‚67, Singer/Songwriterin, die bei den Blake Babies und Some Girls musizierte, oftmals im Umfeld (privat und musikalisch) von Evan Dando auftauchte und bereits eine Vielzahl an Soloalben veröffentlichte) und Matthew Caws (ebenfalls Jahrgang '67 und Sänger der Band Nada Surf).

Tathergang:
Juliana Hatfield und Matthew Caws lernten sich bereits Anfang der Neunziger Jahre auf Nada Surf Konzerten kennen, konservierten ihre Freundschaft über die Jahre hinweg, sangen bereits zuvor auf Titeln des jeweils anderen mit (auf Hatfields „Such A Beautiful Girl“ bzw. der Nada Surf B-Seite „I Wanna Take You Home“) und setzten nun die Idee einer gemeinsamen Platte in die Tat um. 
Hatfield und Caws teilten sich sowohl den Gesang als auch das Komponieren der 11 Titel, und spielten im Studio fast alle Instrumente selbst ein. Am Schlagzeug half ihnen Parker Kindred (Jeff Buckley, Antony And The Johnsons) aus, Chris Egan (Solange) übernahm das Programming und Tom Beaujour, ein Freund aus Kindheitstagen von Caws, war für die Aufnahmen in Hoboken, New Jersey zuständig.

Plädoyer:
Der Bandnamen Minor Alps wurde vom Mont Ventoux, der allen Freunden der Tour de France bekannt sein dürfte, inspiriert, in dessen Nähe Caws’ Eltern ein Häuschen hatten. 
„Get There“, das am 29. Oktober über Barsuk erscheinen wird (was noch reichlich weit entfernt ist, aber das Cover passte so schön zu Volcano Choir und Girls In Hawaii), ragt aus den übrigen Veröffentlichungen des Jahres nicht so heraus wie der einsam dastehende Mont Ventoux  aus den Provenzalischen Voralpen. 
Freunde von Juliana Hatfield und Nada Surf dürften sicherlich Gefallen an der Platte finden, deren Spektrum von getragenem Folk („Mixed Feelings“) bis straightem Rock („I Don’t Know What To Do With My Hands“) reicht und auch vor der Dominanz elektronischer Gerätschaften („Buried Planes“) nicht zurück schreckt. Da die Stimmen von Hatfield und Claws jedoch klanglich sehr nah beisammen sind, wird durch deren Zusammentreffen nur ein bedingter Mehrwert erzielt und ist nicht mit Kollaborationen wie zum Beispiel Mark Lanegan & Isobel Campbell zu vergleichen. 

Zeugen:
I like the way it doesn't sound much like either singer's usual music. Matthew Caws tends to make really big uplifting rock anthems, while Juliana Hatfield makes very smart, spiky, but a little bit more personality-driven folk and pop. And together they have a very light, agreeable touch that to me is incredibly appealing.
Well, if you think about it, they - both Matthew Caws and Juliana Hatfield have had surprisingly similar career experiences. Both of them had big left-field hits in the '90s, and each has clawed out ever since kind of a long-running career as an independent artist. So together, they're both able to sing from the perspective of these industry survivors, who've been around for a long time and experienced highs and lows and disappointments and successes. But they haven't run out of songs worth singing along the way.
(Stephen Thompson, NPR Music)

Indizien und Beweismittel:



Ortstermine:
Gibt es bisher nur in den USA.

Urteile:
Nun sind die werten Richter gefragt...


4 Kommentare:

Christoph W. hat gesagt…

Ich hab mich sehr auf dieses Album gefreut, weil ich sowohl Matthew Caws als auch Juliana Hatfield sehr gerne mag. Letzten Endes ist die Platte auch nicht schlecht, hat aber außer ein paar wirklich hervorragend gelungenen Songs kaum echte Höhepunkte zu bieten.

5,5 Punkte

Olly Golightly hat gesagt…

7,5 Punkte

Ingo hat gesagt…

7 Punkte

Dirk hat gesagt…

Ich entdecke leider nicht den mehrwert dieser Kooperation.

6 Punkte