Freitag, 30. August 2013

Babyshambles - Sequel to the prequel

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Mancher dürfte vergessen haben, dass Pete Doherty hauptberuflich Musiker ist. Mit dem sich abzeichnenden Ende der Libertines suchte er sich 2003 mit den Babyshambles ein weiteres Ventil. Nach sechs Jahren Pause kommt nun mit “Sequel to the prequel” das dritte Album der Band in die Läden. Und meine zugegebenermaßen niedrigen Erwartungen daran werden weit übertroffen. “Sequel to the prequel” ist ein reifes, abwechslungsreiches und trotzdem homogenes Werk.

Das Album startet mit dem punkrockigsten Song “Fireman” um bis zur Mitte mit soliden Indie-Songs mit signifikantem Pop-Anteil zu schmeicheln und mit “Maybelline” zu glänzen. Die zweite Hälfte beginnt mit dem auffälligen Titelsong und dem Reggae-angehauchten “Dr. No”. Anschließend kommt der stärkste Teil der Platte mit “Penguins”, “Picture me in a hospital” und “Minefield”. In seiner Gesamtheit gefällt mir “Sequel to the prequel” besser als alle bisher erschienenen Babyshambles und Libertines Alben.

Spex.de:

Sequel To The Prequel ist sicher eine der besten Platten von Doherty seit den Libertines. Aber vielleicht sind Vergleiche zur Vorgängerband gar nicht mehr nötig, weil heute schon wieder klassisch ist, was 2002 neu war, wenn auch retro. Und vielleicht spürt Doherty das, wenn er sich so offensiv in die Traditionslinien des britischen Pop begibt und in viele Fußstapfen treten kann, anstatt immer nur in den eigenen schweren Stiefeln herumzustolzieren. Als wollte er beweisen, dass er alles sein kann: Clash, Beatles, 90er-Shoegazing, Folk, Punk – auch wenn er dabei vor allem sich selbst recycelt und neu entwirft. Sein lässiges und gelangweiltes Rumgemaule klingt sogar noch im ärgsten Lovesong wie ein Antistatement.

Sequel To The Prequel ist sicher eine der besten Platten von Doherty seit den Libertines. Aber vielleicht sind Vergleiche zur Vorgängerband gar nicht mehr nötig, weil heute schon wieder klassisch ist, was 2002 neu war, wenn auch retro. Und vielleicht spürt Doherty das, wenn er sich so offensiv in die Traditionslinien des britischen Pop begibt und in viele Fußstapfen treten kann, anstatt immer nur in den eigenen schweren Stiefeln herumzustolzieren. Als wollte er beweisen, dass er alles sein kann: Clash, Beatles, 90er-Shoegazing, Folk, Punk – auch wenn er dabei vor allem sich selbst recycelt und neu entwirft. Sein lässiges und gelangweiltes Rumgemaule klingt sogar noch im ärgsten Lovesong wie ein Antistatement.

Ob Doherty auch bezüglich Zuverlässigkeit bei Konzerten gereift ist? Da bislang keine Termine in Deutschland geplant sind, können Besucher in anderen europäischen Ländern Ihr Glück auf die Probe stellen. “Heimatnah” bieten sich an:

  • 03.10. Paris
  • 07.12. Fribourg (Schweiz)
  • 08.12. Zürich
  • 10.12. Wien
  • 14.01.2014 Esch-Sur-Alzette  (Luxemburg)

3 Kommentare:

Onkel Erika hat gesagt…

> In seiner Gesamtheit gefällt mir “Sequel to the prequel” besser als alle
> bisher erschienenen Babyshambles und Libertines Alben.

Ketzerei! ;)

Ob ich so weit gehen würde, weiß ich noch nicht. Aber das Album ist richtig gut geworden, hätte ich nicht erwartet - und auch überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt. Nach der Auflösung der Dirty Pretty Things und Dohertys äußerst mäßigem Soloalbum hatte ich die Libertine-Rest schon abgehakt.

Volker hat gesagt…

Nicht so gut wie das letzte Album, aber besser als alle anderen Sachen, in denen Doherty involviert war.

7,5

Christoph hat gesagt…

Diese Reggae-Lieder mag ich nicht, der Rest ist sehr gut. 8