Samstag, 27. April 2013

Frank Turner - Tape Deck Heart

















So muss es sein: Der Mann, der eigentlich Billy Bragg sein möchte, erklärt bereits im Titel seines fünften Albums der Musik-Kassette seine Liebe und reduziert die ursprünglichen 25 Songideen, auf 12 Titel, damit diese mit ihrer Laufzeit auf eine Seite eines C90-Tapes passen. 
Und konsequent war er auch, der Herr Turner, denn "Tape Deck Heart" hat neben einer Veröffentlichung als CD, LP (grün bzw. blaues Vinyl) und der Download-Version auch eine als Kassette erfahren.
Nur bei der Deluxe Edition mit 6 weiteren Titel war er nicht konsequent, denn dadurch wird "Tape Deck Heart" in seiner Laufzeit unpassend für eine Kassette, egal, ob man zu C-60, C-90 oder C-120 greift.

Aber lohnt sich die Anschaffung von "Tape Deck Heart"? Hören wir dazu einmal die Fachleute:

Mit Tape Deck Heart geht er noch einen Schritt mehr in Richtung Star. Perfekt verbindet er Emotionen mit großen Melodien, wie im Opener, der gleichzeitig auch die erste Single ist. Dieses Recovery gibt die Richtung vor, in der sein Album unterwegs ist. Tell Tale Signs ist die obligatorische zu Herzen gehende Ballade, wie man sie von Frank Turner gewohnt ist und Four simple words könnte sich mit seinem Refrain und dem Spaß den die Band hat, schnell zu einem Favoriten bei den Konzerten von Frank Turner and the Sleeping Souls entwickeln. Broken Piano könnte auch von Coldplay stammen und die Songs von Chris Martin und Konsorten sind ja auch nicht gerade die schlechteste Adresse. Gute Laune Musik mit Anspruch. Einfach groß!
(alternativmusik)

Das Frank Turner nicht nur die ewig gutgelaunte Lagerfeuerstimmung verbreiten kann zeigt er eindrucksvoll mit 'Tell Tale Things', selbst der Opener 'Recovery' trägt eine Ambivalenz zwischen Text und Musik in sich. 'Polaroid Picture' zeichnet die Momentaufnahme, als ob Frank Turner all die auf ihn einprasselnden Ereignisse festhalten wollte bevor sie an ihm vorbei rauschen. Er kann es aber nach wie vor auch sanft ('Broken Piano'). Und dass HeyHo-Chöre nicht immer schlecht sein müssen erklärt er unwiderruflich in seinem 'Four Simple Words'. Das ist doch mal ein Statement.

'Tape Deck Heart' vereint wiedereinmal all die Dinge die Turner so einzigartig und liebenswert machen: Popmusik machen zu dürfen ohne langweilig zu sein. Als Punkrocker Schmusesongs singen. Circle Pit's zünden mit der 6-String. Das ist authentisch und ehrlich, aber nur bei ihm. Deswegen liebt man seine Platten als ob er einem augenzwinkernd zuprosten würde mit dem fragenden Blick 'und, gut geworden?'. Das ist es, ohne wenn und aber.
(whiskey-soda)

Vom Opener Recovery, das auch gleichzeitig die erste Single sein wird, über Uptempo-Songs wie Losing Days und selbstreflexive Stücke wie The Way I Tend To Be bis zum Broken Piano bietet Tape Deck Heart all das, was Frank Turner zu einem der erfolgreichsten Singer/Songwriter der Neuzeit gemacht hat: Mut, Einsatz, Ehrlichkeit und die immer währende Hoffnung, es dieses Mal besser zu machen als beim Mal zuvor. Wie beruhigend, dass es Frank Turner auch diesmal gelungen ist.
(das musik magazin)


Frank Turner in Deutschland:

29.04.13 Köln, Kulturkirche
04.05.13 München, Strom
06.05.13 Berlin Bi Nuu
07.05.13 Hamburg, Knust


4 Kommentare:

Ingo hat gesagt…

Steht in einer Reihe mit Kate Nash und Jamie T. 7 Punkte

Volker hat gesagt…

Nichts Weltbewegendes, aber eingängig wie nur was.

7

Dirk hat gesagt…

Kann ich mich nicht wirklich für begeistern...

6 Punkte

aXel hat gesagt…

7