Samstag, 9. März 2013

Stornoway - Tales From Terra Firma

















Ganze drei Jahre mussten die Fans von Stornoway auf den Nachfolger von "Beachcomber's Windowsill" warten. Das Quartett aus Oxford steckte viel Liebe ins Detail, angefangen beim Plattencover, das Schlagzeuger Rob Steadman, inspiriert von Antoine de Saint-Exupéry, Hergé und Ukiyo-e, in Zusammenarbeit mit dem Künstler Kirini Kopcke entwarf, bis zur von der Band selbst übernommenen Produktion, die den warmen und reichhaltig instrumentierten (Orgel, Bläser, Streicher, Manolinen...) Folkpop-Songs mehr Entfaltungsspielraum überlässt. Eine Ausnahme stellt der abschließende, nur zur akustischen Gitarre vorgetragene "November Song" dar. 
Stornoway bieten auf "Tales From Terra Firma" nur 9 Songs an, doch diese sind ausgefeilter arrangiert als auf ihrem Debüt, liegen gleich fünf Mal jenseits der 5-Minuten-Marke und wandeln auch gelegentlich auf jazzigen bis experimentellen Pfaden, lassen aber kurze, prägnante Hits wie "Zorbing" oder "I Saw You Blink" leider ein wenig missen. Die Single "Knock Me On The Head" kommt diesen noch am nächsten: 




Mit ihrem zweiten Album rücken Stornoway etwas von Mumford & Sons ab, hin zu den ähnlich gearteten Sons Of Noel And Adrian. 
2010 erreichte das Debütalbum bei Platten vor Gericht einen 41. Platz mit einem Punktedurchschnitt von 7,375. Ob Brian Briggs, Jonathan Ouin sowie Oli und Rob Steadman mit "Tales From Terra Firma" daran anschließen können, darf ein wenig bezweifelt werden.

Opening track ‘You Take Me As I Am’ is a gem of a song, upbeat in nature, with triumphant brass, gorgeous characteristic vocals, jazzy motifs, and frantic vaudeville piano amongst subtle masterful instrumentation. This track sets the tone for the rest of the album, displaying the wealth of Stornoway’s musical virtuosity.

I was fortunate enough to witness the debuting of ‘The Bigger Picture’ at their warm-up gig to Somerset House in Eastleigh last summer, and it gave me goose bumps then. It’s a delightful song, so delicately arranged featuring gorgeous mandolin passages. This moves flawlessly into ‘A Belated Invite to Eternity’, with a beginning that sweeps beautifully feeling like a song that is very strong and purposeful presenting fantastic orchestral whirls. ‘The Great Procrastinator’ makes me smile with its lazy-feel introduction of luscious discordant wind coupled with relatively simple guitar accompaniment underneath Brian’s sparkling energetic vocals.

The highlight of the album for me is ‘The Ones We Hurt The Most’, which features sublime swelling strings, sweeping melodies and gorgeous complex harmonies. The song gradually builds and climaxes before gently journeying back down to an enticing combination of chiming, tremolo guitars and powerful harmonised vocals. ‘November Song’, provides a wonderful ending to the album, and feels a little more reminiscent of the Stornoway we know from their debut album. It is delightfully humble with heartfelt vocals, yet is equally as majestic as the voluptuous opening.

Tales From Terra Firma marks a new sophistication in compositional and lyrical qualities, yet it is successful in retaining the charm of their debut that so many fell in love with, through a warm and inviting album that is quintessentially Stornoway.
(folkgeek)



Ganz gegensätzlich geht es weiter mit Farewell Appalachia, der Song beginnt sehr ruhig und kann mit der tollen Melodie auch auf der Bühne mit Streichern gut umgesetzt werden. Wie beim ersten Album sind die stärksten Stücke unter den Ersten, so ist auch The Bigger Picture ein Song, der im Ohr bleibt und am liebsten direkt mehrmals hintereinander gehört wird. Danach folgen die vielleicht Schwächeren, die man aber trotzdem nicht als schlecht bezeichnen kann, es sind durchaus Songs, denen man anmerkt, dass Stornoway beim Aufnehmen auch ein wenig experimentiert haben. Knock Me On The Head wurde Anfang des Jahres auf YouTube hochgeladen, man hörte einige Stimmen, die den Song zu überproduziert finden. Teilweise ist das nachvollziehbar, es fällt aber im Großen und Ganzen nicht allzu sehr auf., selbst, sollte man dieser Meinung sein. Auf den Rest vom Album übertragen, gibt es nur einige wenige Stellen, die eventuell etwas zu viel des Guten sind. Eine besondere Stärke der Band sind Songs, die sehr ruhig und melancholisch anfangen, sich aber langsam aufbauen und dann wieder abklingen. Auf diesem Album ist es The Ones We Hurt The Most, auf Beachcombers Windowsill stach The End Of The Movie heraus. November Song, ebenfalls schon ein mindestens 2 Jahre altes Stück, kann man nun endlich auf Platte finden, er bildet den Abschluss des Albums. Dieser Song hingegen ist sehr minimal gehalten, so wie er auch live gespielt wird. Er überzeugt nur mit Gesang und einer Gitarre. Hier wäre es wirklich schade gewesen, wenn man noch zusätzliche Instrumente mit aufgenommen hätte.
(White Tapes)

Stornoway besuchen nächsten Monat Deutschland:

09.04.13 Frankfurt, Brotfabrik
10.04.13 Köln, Gebäude 9
11.04.13 Hamburg, Knust
12.04.13 Berlin, Bi Nuu


4 Kommentare:

Volker hat gesagt…

kann man hören, muss man nicht

6,5

Ingo hat gesagt…

Da stimme ich Volker in Urteil und Punktzahl zu. 6,5 Punkte

Julia hat gesagt…

Ja, da bin ich auch mit dabei. Ist nett, mehr nicht ... aber auch nicht weniger. 6,5 Punkte.

Dirk hat gesagt…

Nicht so gut wie das Debüt, dennoch wohlwollende

7 Punkte.

Irgendwer muss ja auch aus der Reihe tanzen!