Freitag, 8. Februar 2013

Biffy Clyro - Opposites

cover

Als schottische Rockband (die zu deren aktiven Zeit ganz gut zu den damals famosen Hell Is For Heroes passten) war mir Biffy Clyro grundsätzlich schon immer sympathisch. In den nunmehr fast 18 Jahren ihres Bestehens und über fünf Alben seit dem Debüt “Blackened Sky” aus dem Jahr 2002 erspielten sich die drei Musiker eine stabile Fanbasis. So stetig wie die Zusammensetzung der Band war auch die musikalische Entwicklung in Richtung “Rockkonsens” die nun vielleicht ihren Höhepunkt findet.

Das aktuelle Doppelalbum “Opposites” besteht aus “The Land at the End of Our Toes” und “The Sand at the Core of Our Bones”, die ursprünglich als separate Platten veröffentlicht werden sollten. Weder der Song “Sounds like balloons” noch die Erläuterungen der Band ("The Sand And The Core Of Our Bones" is about past and things that brought you to that point, the difficult things in your life, the things you can't change, the things which are difficult. And "The Land At The End Of Our Toes" is about what comes next and how your hopes and your fears in the future, how you can make things better and bring things together in order to move forward. That refers to what's going on in your life and yours personal experiences.) liefern zwingende Gründe für die Aufteilung. Allerdings lassen sich trotz der stattlichen Anzahl von 20 Titeln auch keine echten Ausfälle verzeichnen. Daher ist die “Vollversion” der auf 14 Songs verkürzten 1-CD-Version vorzuziehen.

Weitgehend geradliniger Rock, orchestrale Arrangements mit Streichern und Dudelsäcken, hymnische Melodien zu vielen Gelegenheiten und im Vergleich zu “Only revolutions” und “Puzzle” ein gesteigerter Pop-Anteil… Biffy Clyro geht selbstbewusst in die Vollen und wird damit weitere Stadien füllen. “Opposites” ist ein rundes Rockalbum, welches viele Foo Fighters Fans glücklich machen wird. Ich hege jedoch Hoffnung, dass Biffy Clyro nicht ähnlich dauerhaft auf dieser Spur bleibt oder das nächste Werk gar mit Bon Jovi verglichen werden muss.

“The joke’s on us”, “Biblical”, “A girl and his cat” und “Modern magic formula” habe ich bislang als meine Lieblingssongs identifiziert.

Drowned in sound ist nicht begeistert:

You can take any song here and find within it everything that’s good about Biffy Clyro. But 'everything that’s good about Biffy Clyro' simply doesn’t work in doses this large. It does good songs a disservice. What we get is Britain’s best proper rock band doing what they do until we’re numb to what makes them special. What we needed was an album half as long, or twice as interesting.

Der Terrorverlag.de hingegen aber schon:

In Gänze ist „Opposites“ sehr stimmig und bringt genau die richtige Dosierung zwischen zart und hart, Mainstream und Prog-Rock mit, um die Massen zu begeistern ohne zu glatt und austauschbar daher zu kommen.

In Deutschland gibt es kein Video zu “Black chandelier”:

Die Band auf Tour:

  • 20.02. Hamburg
  • 25.02. Berlin
  • 26.02. Köln
  • 04.03. Bremen
  • 05.03. Wiesbaden

5 Kommentare:

Volker hat gesagt…

Puh, das ist am Stück schon fast too much. Ich überlege noch, weil entweder ich bei der zweiten Platte oder die zweite Platte per se etwas abbaut. Die erste ist aber ganz ganz äh fett. Tolle Produktion auch. Platte 1 wäre eine 9 . Warten wir mal ab.

Ingo hat gesagt…

7 Punkte

Dirk hat gesagt…

Weniger schlimm als befürchtet.

5,5 Punkte

aXel hat gesagt…

7

Volker hat gesagt…

Ein bisschen zu lang ,aber hervorragende

8 Punkte