Mittwoch, 23. Januar 2013

Everything Everything - Arc

cover

Obwohl die vier Jungs von Everything Everything aus landschaftlich reizvollen Teilen Englands stammen, hat es sie der Musik wegen nach Manchester verschlagen. Das Opfer sollte man ihnen hoch anrechnen. Vor gut fünf Jahren gegründet veröffentlichten sie 2010 ihr durchaus beachtetes und  beachtenswertes Debüt “Man alive”. Als Opener für Muse auf deren Tour verschafften sie sich weitere Aufmerksamkeit. Dieser Konditionierung der Hörerschaft folgt nun das etwas gefälligere Zweitwerk “Arc”. Die Kopfstimme des Sängers Jonathan Higgs ist über die Gesamtspielzeit des Albums gewöhnungsbedürftig aber ein wichtiger Ankerpunkt in der ansonsten sehr vielseitigen Mischung aus Pop, Indierock und Synthieklängen. Besonders der Gegensatz aus poppigen Melodiebögen und stellenweise vertrackten Rhythmen stellt die Herausforderung und den Reiz des Albums dar. Produziert wurde “Arc” von David Kosten, der auch schon für Bat For Lashes seine Finger an den Reglern hatte. Neben den Foals drängt sich Bloc Party als Referenzband auf.

Die Höhepunkte sind der der für das Album repräsentative Opener “Cough cough”, die zweite Single “Kemosabe”, “Undrowned” und mein persönlicher Lieblingssong “Radiant”.

Das Urteil von thegap.at lautet:

Zappelphilippe – Das zweite Album von Everything Everything hat wieder alles und das gleich doppelt – Intellekt, Humor und Genie mal zwei. Solche Streber aber auch.

Drowned in Sound:

It is, if you like, Thom Yorke with a fun transplant. All the necessary introversion, dread and paranoia of an important modern work, in a package of camp backing vocals and euphoric, anxious funk. Indeed, beneath the social parody and gaudy rhythms, here is a band with the songwriting chops to write a better Coldplay album than Coldplay.

NME.COM:

It’s a comparison that’ll follow them around, but thematically, the album ‘Arc’ has most in common with is ‘OK Computer’. Yet while Radiohead’s third was a singularity in itself, Everything Everything’s second finds them progressing at a steadier – though no less perceptible – rate. Slowly but surely, they are moving towards something extraordinary.

Das Video zu “Kemosabe”:

Everything Everything - Kemosabe from phil tidy on Vimeo.

 

Everything Everything auf Tour:

  • 02.03 Hamburg – Molotow
  • 04.03 Berlin – Lido
  • 05.03 München – Atomic