Montag, 21. Januar 2013

Esben And The Witch - Wash The Sins Not Only The Face

















Mit ihrem ersten Album "Violet Cries" gingen Esben And The Witch bei Platten vor Gericht so ziemlich baden: 4,500 Punkte bedeuteten, dass in der Endauswertung 2011 nur vier Platten einen schlechteren Schnitt aufwiesen.

Mit "Wash The Sins Not Only The Face" soll es nun für das Trio aus Brighton besser laufen. Natürlich besteht weiterhin eine düstere, klaustrophobische Grundstimmung, doch Rachel Davies, Daniel Copeman und Thomas Fisher lassen zunehmend tribalartige Rhythmen und noisig-schrille Gitarrenwände in ihren unterkühlten Gothic-Sound mit einfließen. Die Songs treiben dahin, steuern selten(er) auf einen packenden Refrain zu, bauen längere Instrumental-Passagen ein und schrecken auch vor post-rockigen Ausbrüchen nicht zurück.     



Beim Hören von Stücken wie “Iceland Spar” oder “Yellow Wood” fällt der Gang zunächst auch nicht schwer, rein in Esbens finstere und mystische Welt. Ausschlaggebend sind hier allerdings nicht die Texte selbst, sondern vielmehr Sängerin Rachel Davies Gesang im Zusammenspiel mit der sphärischen und reduzierten Instrumentalisierung. Begleitet von dumpfen Drums und goth/post rockigen Klanggefilden, überzeugt Davies durchweg mit einer Präsenz und Echtheit, so dass es gar nicht anders geht, als gebannt zu lauschen. Wie das fünfjährige Kind, dass um volle Aufmerksamkeit beim Spielen buhlt, umrauschen uns “Esben and the Witch” auf sehr angenehme Art mit ihren Klängen. Nebenher ein Buch zu lesen oder sich ernsthaft zu konzentrieren ist undenkbar. Denn diese Platte lässt sich nur mit voller Aufmerksamkeit beim Hören wirklich begreifen. (...)

Meist ist es schwer den schmalen Grad zwischen gefühlvollen und emotionalen Texten und depressivem Singsang zu finden. Trotz schwermütiger Grundstimmung ist es in “Wash the Sins and Not Only the Face” die fesselnde Natürlichkeit von Rachel Davies Stimme, die hier den gekonnten und bedeutsamen Unterschied macht. Bemerkenswert gut gelingt dies in der fünfminütigen Ballade “The Fall of Glorieta Mountain”. Hier geht es um die eher pessimistische Unsicherheit einer verliebten Person. So heißt es „ Is that an answer or is this an echo? - Are you the answer or are you an echo?“ und trotz trauriger Thematik klingt hier nichts depressiv, eher melancholisch, aber auf eine einnehmende, schöne Art.
(Radio Q)


If you're finding the wait for a second Warpaint album slow going, you could do far worse than look to Brighton's Esben & the Witch, who are ploughing a similar furrow of intricate, swirly dream-rock, though at a steadier pace. There's much to admire in their follow-up to 2011's debut, Violet Cries, not least the icy elegance of Rachel Davies's Cocteau Twins vocal tone, at its finest in the insistent Slow Wave, which loops around with an increasingly steely grip. Though its titles – Deathwaltz, Putting Down the Prey – suggest an abundance of black-clad art student pretensions, there's a lot more to it than that. Despair carries a strangely appealing, abrasive groove, and Yellow Wood ambles around a glacial soundscape before finally settling into an intriguing melody halfway through. In fact, when it occasionally feels as if it's on its way to becoming too wispy and wafty, they always pull it back with a deft hand, and this is a record that creeps into the mind.
(Guardian)

Esben And The Witch in Deutschland:

16.02.13 Münster, Gleis 22
17.02.13 Hamburg, Knust
18.02.13 Berlin, BI NUU
20.02.13 München, Ampere
22.02.13 Köln, Gebäude 9

4 Kommentare:

Volker hat gesagt…

Immer noch nicht meins, auch wenn ich in Teilen eine gewisse bessere Zugänglichkeit zugestehe
Eigentlich

5 aber für "Deathwaltz", "The Fall Of Glorieta Mountain" und vor allem den kleinen Hit "Yellow Wood" gibt es noch einen Punkt Aufschlag

Gudrun hat gesagt…

Überzeugt mich nicht, obwohl es genau mein Musiksegement wäre. Deshalb wohl auch besonders enttäuscht. Nur 4 Punkte.

Dirk hat gesagt…

Gefällt mir besser als das hoch gelobte Debüt.

6 Punkte

Christoph hat gesagt…

7