Dienstag, 23. Oktober 2012

Die Heiterkeit - Herz aus Gold























Die Abgeklärtheit. Die Lässigkeit. Die Melancholie. Das Hanseatische. Der Charme. Die Trotzigkeit. Die Trockenheit. Die Pavementesqueheit. Die Neuheit und die Aufgeregtheit:





Die Unaufgeregtheit. Die Entspanntheit. Die Wärme. Die Schwermütigkeit. Die Schnoddrigkeit. Die Verspieltheit. Die Coolness. Das Dandyhafte:





Das Understatement. Die Gelassenheit. Der Minimalismus. Die Schrammelei. Die Sprachästhetik. Die Zurückhaltung. Die Leichtigkeit. Die Sympathie.


Die Songs bleiben im Midtempo, entspanntes Gitarrengeschrammel begleitet den zurückhaltenden, manchmal zarten Gesang Sommers. Das eine Mal trifft so Größenwahn auf Understatement, wie im nonchalanten "Baby, Wein' Mir Keine Träne Nach" oder im tröstenden "Komm In Meine Arme". Das andere Mal speißt die Ahnung von einer Unausweichlichkeit der Zukunft eine eigentümliche Ruhe, wie in "Für Den Nächstbesten Dandy" oder in "Alle Wege". Wer der Band angesichts der simplen Arrangements und der Gleichförmigkeit des Albums aber Unvermögen und Monotonie vorwirft, irrt. Denn es geht der Heiterkeit weder um Virtuosität, noch um Abwechslungsreichtum. Es geht ihnen um Lässigkeit und Entschleunigung. Und das bringt die Platte eindeutig rüber. (laut.de)

Die Begeisterung. Die Lemonheadsesqueität. Die Nüchternheit. Die Ironie. Die Lethargie. Die Lakonik. Die Larmoyanz.

Natürlich blinkt und blitzt es an jeder Ecke und an jedem Ende so holzhammerhaft ironisch, dass man sich im ersten Moment beinahe schon belästigt fühlt (ich meine: Eine Band die "Die Heiterkeit" heißt und total unheitere Songs singt, hallo?), aber das ist an "Herz aus Gold" auch wirklich nicht das, auf das man sein Augenmerk legen sollte. Viel interessanter sind die Kleinigkeiten, wie der in seiner uneindeutigen Stimmung wirklich ausgesprochen hübsche Harmoniegesang und die winzigen, ganz leicht atonalen Passagen, die immer so ein bißchen den Eindruck erwecken, als mache hier jede der drei Damen das was sie will und versänke eben nicht in reiner musikalischer und textlicher Lethargie. Hier mal ein Ton daneben, dort mal eine Note verrutscht. Das macht Spaß, weil es eben so schön das Raster der phlegmatischen Vorstellung sprengt, ohne dass es jedem auffällt, denn wer sich abwinkend abwendet, verpasst es. (nillson.de)




Termine (ohne Gewähr):

1.11.12 Berlin – Hebbel am Ufer 2
27.11.12 Nürnberg – Club Stereo
28.11.12 Stuttgart – Schocken
29.11.12 München – Feierwerk
30.11.12 Wien, Österreich - B72
09.12.12 Rees-Haldern – Haldern Pop Bar
10.12.12 Frankfurt – Mousonturm
18.01.13 Hamburg – Uebel & Gefährlich


8 Kommentare:

Olly Golightly hat gesagt…

9,5 Punkte

Volker hat gesagt…

Sorry, das kann ich kaum durchhören (einmal muss reichen). Ein so offensichtlicher Lassie Singers/Britta-Abklatsch (Abklatsch, weil ich die beiden Genannten als deutlich besser empfinde), dass es zumindest mich schmerzt. Ähnlich anstrengend, wie das letzte Rösinger-Album. In einem Forum, das nicht gerade deutschprachige Musik-affin ist, kommt gerade eine schwache Kopie gut an. Ich bin überrascht.

4

Olly Golightly hat gesagt…

Irgendwie dachte ich mir schon, dass wir hier nicht zusammenkommen :)

Volker hat gesagt…

Gib's doch zu, du kennst di Mädels (dann gäbe es von mir sicher auch mehr Punkte ;-) )

Ingo hat gesagt…

In "Für den nächstbesten Dandy" singen die Mädels von einem langen und harten Winter, der bald vorbei sein wird. Nun, das wünsche ich uns. Und außerdem wünschte ich mir über die Spieldauer immer mal wieder das Ende des Albums herbei. 5 Punkte

Dirk hat gesagt…

Die Platte ist halb so gut wie Olivers Vorstellung. Also:

5 Punkte

Christoph hat gesagt…

9!

Gudrun hat gesagt…

Für mich 6 Punkte.