Mittwoch, 5. September 2012

Pet Shop Boys - Elysium


























Heute stellen die Pet Shop Boys in Berlin in einem exklusiven, aber leider recht kurzen Set Teile ihres elften Studioalbums "Elysium" vor. Der 30minütige Auftritt wird im Rahmen des Electronic Beats Festivals stattfinden und ab 21 Uhr live im Internet übertragen.

Für die Aufnahmen der 12 Titel zog es Neil Tennant und Chris Lowe nach Los Angeles zum Produzenten Andrew Dawson (Kanye West, Jay-Z, Beyonce´), „um einen warmen, kalifornischen Elektrosound hinzubekommen“. Entsprechend schön sonnig glänzt und glitzert es auch auf dem wieder einmal von Mark Farrow entworfenen Plattencover.
Doch der Schein trügt und "Elysium", benannt nach dem Elysian Park in Los Angeles, besticht mit einer Vielzahl an ruhigen und melancholischen Tönen, die in ihrer Stimmung oftmals an ihr Meisterwerk "Behaviour" denken lassen (etwa bei der Ballade "Breathing Space" oder dem sehr an "Being Boring" erinnernden "Reqiem In Denim And Leopardskin"), ohne allerdings dessen Klasse erreichen zu können. 
Thematisch dreht es sich um Trennungen ("Leaving"), das Älterwerden ("Invisible"), Rezession ("Hold On") und betagte Popstars (Your early Stuff") bzw. der medialen Ausschlachtung und Selbstinszenierung jüngerer Popsternchen ("Ego Music").

Äußerst gelungen ist die erste Seite der Platte, die mit der nächsten Single "Leaving" und dem traurige Ballade "Invisible" extrem stark eröffnet wird. Die zuvor veröffentlichte und leider nur äußerst mittelmäßige Single "Winner" schließt sich an und stellt den schwächsten der ersten sechs Song dar. Zunächst hatten die Pet Shop Boys diesen Song sogar aus ihrer Auswahlliste gestrichen. 
Leider kann die zweite Hälfte da nicht mithalten: "Ego Music" fällt als Uptempo-Song mit nervigem Refrain (Me, me, me, me, Yes, yes, yes, yes, You, you, you, you, No, no, no, no, Ego music, it's all about me) aus dem Rahmen, "Hold On" ist extrem Musical-haft, "Give It A Go" hat einen ebenso seltsamen wie überflüssigen Akkordeon-Part und "Memory Of The Future" könnte leider auch in jeder Schlagerparade laufen.        

Die limitierten Versionen (CD und LP) bieten alle Songs noch einmal in instrumentaler Fassung, zusätzliche Songs oder Remixe findet man nur auf den B-Seiten der Singles.   



It's accomplished stuff, but Elysium isn't quite a top-drawer Pets album like 1988's Introspective or 1993's Very. It feels familiar, not consciously ambitious, and lacks one truly magnificent moment. Six-minute finale Requiem in Denim and Leopardskin probably comes closest. Disco-tinged and wistful, it's like their classic 1990 single Being Boring, but with its glad rags on.
However, Elysium could be Pet Shop Boys' warmest, wisest album yet. Several songs offer appealingly realistic views on relationships. "I'm not saying you can't find someone better," Tennant concedes, "But in the meantime, why not give it a go?" There's also a charming song called Breathing Space, which is about just that; and an anthem for the recession era whose message is plain and hopeful: Hold On.
Don't worry though, Tennant and Lowe haven't overdosed on happy pills while staying in Los Angeles. On Ego Music, they send up the self-important breed of modern pop star. "In a sea of negativity, I'm a statue of liberty," Tennant deadpans, imitating their pretentiousness. The Pets also mock themselves on Your Early Stuff, whose lyrics are stitched together from cutting remarks made by taxi drivers.
One cabbie apparently told this pair of seasoned pop veterans: "I suppose you're more or less retired now." On this evidence, he was very wrong indeed.
(BBC)


5 Kommentare:

Ingo hat gesagt…

Solide 6 Punkte. Wenn die Rolling Stones noch immer mit den gleichen Ideen unterwegs sein dürfen, kann man das den Pet Shop Boys wohl kaum verwehren.

Olly Golightly hat gesagt…

6 Punkte

aXel hat gesagt…

6.5 Punkte

Dirk hat gesagt…

Die schwächere zweite Hälfte/Seite verhindert eine (noch) bessere Bewertung.

7,5 Punkte

Volker hat gesagt…

Bis auf "Ego Music" sehe ich keine großen Schwächen. Die ganze Grundstimmung ist dieses Mal allerdings eher melancholisch den Disco-orientiert

7,5