Samstag, 16. Juni 2012

Raymond & Maria - Jobs Where They Don't Know Our Names



























Die erste Vorladung (IX)


Personalien:
Die schwedische Band wurde 2002 von ihren männlichen Mitgliedern gegründet: Johann (Bass), Staffan (Gitarre), Per (Gitarre) und Anders (Schlagzeug), der wohl aktuell nicht mehr dabei ist. Als Sängerinnen konnten Maria und ihre Schwester Camilla gewonnen werden. Die Nachnamen der Bandmitglieder werden konsequent verschwiegen, der Bandname stammt jedoch wohl von einem Stockholmer Swingerclub.

Tathergang:
Gleich mit ihrer ersten Single "Ingen vill veta var du köpt din tröja" ("No one notices your brand new T-shirt", siehe Indizien und Beweismittel) erreichten Raymond & Maria Platz 1 der schwedischen Charts, erhielten den schwedischen Grammy in der Kategorie "Bester schwedischer Song 2004". Es folgten weitere Singles und zwei Alben: "Vi ska bara leva klart" (2004) und "Hur Mycket Jag Än Tar Finns Alltid Lite Kvar" (2006). 

Danach wurde es still um die Schweden, bis 2011 zusammen mit James Iha, dem ehemaligen Gitarristen der Smashing Pumpkins, in dessen Stratosphere Studio in New York und dem Ocean Sound in Norwegen das dritte, diesmal in englischer Sprache gesungene, Album "Jobs Where They Don't Know Our Names" aufgenommen wurde. Das (Mini-)Album erschien zunächst in Japan und Korea, dann als 3-Song-EP in den USA und schließlich in Skandinavien (daher stößt man auch auf unterschiedliche Cover und die aktuellste Veröffentlichung trägt auch ein "(1)" hinter dem Titel, auf die ich aber verzichte). 

Plädoyer:
Gitarrenpop, wie man ihn sich aus Schweden erhofft! Puristen werden über die Hinwendung zur englischen Sprache klagen, alle anderen können sich an 6 eingängigen, fröhlichen Popsongs erfreuen, mitklatschen und -wippen sowie in die Nananas ("The Fish Are Swimming Slower Every Year"), Laa-lalas ("Nora Wellington Jones") und Dap-dada-dadas ("Do't Say When You Leave") einstimmen.

Zeugen:
"....Raymond & Maria's songs and sound might be described as a mix between Simon & Garfunkel, The Smiths, early Dylan, ABBA and little bit of Blondie. A successful mix! They have topped the Swedish charts, sold platinum and won a Swedish Grammy. Their setting is basic and simple. Two girls singing, two acoustic guitars, bass and drums. But don't be fooled by their well-crafted melodies and beautiful harmony singing. They are actually quite angry. Their poetic but subversive lyrics definitely gets to you. They are - you could say - political on an individual level. And their underlying message is maybe best conjured in their anthemic hit "No". Don't accept the world as it is presented to you. Say no! You have the right to. And you should. For your own sake and for the sake of the world."
(Facebook)

Indizien und Beweismittel:










Urteile:
Nun sind die werten Richter gefragt...

3 Kommentare:

noplace hat gesagt…

eigenwillige übersetzung... "Ingen vill veta var du köpt din tröja"

'ich will nicht wissen, wo du deinen pulli gekauft hast'

Dirk hat gesagt…

Leider nur 6 Lieder - ich hätt gern mehr von Raymond & Maria.

8 Punkte

Volker hat gesagt…

Werden solche EPs eigentlich in die Jahreswertung der Alben mit aufgenommen oder laufen die außer Konkurrenz (von mir ein klares Ja zum Zweiten)