Donnerstag, 7. Juni 2012

Citizens! - Here We Are



























Die erste Vorladung (I)

Personalien:
Mike Evans, Lawrence Diamond, Alex McKenzie und Thom Rhoades veröffentlichten vor 3 Jahren als Official Secrets ihr erstes Album, aber von "Understandng Electricity" nahm kaum jemand so recht Notiz. Alex musste aufgrund eines Unfalls seinen Job als Schlagzeuger aufgeben, Tom Burke und Martyn Richmond stießen zu der Band, die sich nun Citizens! nannte.  

Tathergang:
Von One Little Indian wechselte die Band von einem in London sitzenden Label nach Paris zu Kitsune. Der Two Door Cinema Club hatte ja bereits vorgemacht, dass man auch als britische Gitarrenband auf dem französischen Elektro-Label Erfolg haben kann. Für die Aufnahme ihres Debütalbums ging es aber für das Quartett nach Schottland, ins Studio von Alex Kapranos, dem Sänger von Franz Ferdinand.

Plädoyer:
Da verwundert es wenig, dass man zwischendurch auch mal an Franz Ferdinand denken muss. Auch ihre Labelmates vom Two Door Cinema Club kommen einem bei "Here We Are" gelegentlich in den Sinn. Aber am häufigsten sind Parallelen zu Hot Chip zu hören, da neben den Gitarren auch Keyboards und Synthesizer dominieren und Sänger Tom Burke doch sehr nach Alexis Taylor klingt.

Zeugen:
das manifest der hippen herren: „pop is not a dirty word. it's a holy one.“ mit viel bass, keyboard, gitarren und der sehr klaren stimme des sehr hübschen tom burke präsentieren citizens! stattliche tanztöne. und großartige melodien. titel wie „reptile“ oder „(i'm in love with) your girlfriend“ werden die indie-bürger scharenweise in bewegung setzen. dass citizens! auch langsam gut sind, zeigen sie mit „i wouldn't want to“ und „know yourself“. die britische tageszeitung guardian kürte citizens! zur „band of the day“ und beschrieb die debütsingle „true romance“ mit dem schönen adjektiv „bowie-esk“. 
„here we are“ ist der beginn einer vielversprechenden pop-romanze. vielleicht wird ja etwas langfristiges daraus! 
(Rote Raupe)

There are chilling abduction-pop tunes like ‘Let’s Go All The Way’ that could be ‘FEELINGCALLEDLOVE’ remixed by Josef Fritzl. There are predatory synth parps, lusty electro-bass and a balls-deep boudoir rock outro that make ‘(I’m In Love With Your) Girlfriend’ (“I’m in love with your girlfriend/I took her number from your phone”) the ‘What She Came For’ you’ll end up in a punch-up to a wedding. There’s ‘Monster’ admitting to the inherent beast inside to a backing that, incongruously, sounds like a funk punk ABBA. 
Still, you can glimpse a flicker of humanity between the churning hordes of demons on ‘Here We Are’. ‘Caroline’ – essentially The Magnetic Fields deciding they should really be as big as The Killers – yearns for lost friendship; there’s a yowling effervescence to ‘She Said’, and the minimalist Rio Carnival of ‘Love You More’ dredges a glint of romantic redemption from a tale of sexual exploitation that could either be the stuff of a Dispatches investigation into sex trafficking or about the industry and media’s lairy manipulation of girlbands. And before the 25th-century reggae of ‘Know Yourself’ closes the record in characteristically inventive fashion – a bold step on from the recent spate of indie sprite-pop – the maudlin ‘I Wouldn’t Want To’ comes drenched in a fuzzy nostalgia that hints at Citizens! having – gasp! – an actual soul. 
(NME)

Indizien und Beweismittel:






Ortstermine:
14.07.12 Gräfenhainchen, Melt Festival

Urteile:
Nun sind die werten Richter gefragt...

7 Kommentare:

Volker hat gesagt…

Da muss die neue Hot Chip erst mal besser sein...

7 Punkte

Ingo hat gesagt…

... was nach einer lösbaren Aufgabe klingt. 6,5 Punkte

Dirk hat gesagt…

Es sieht im Moment aber so aus, als ob sie nicht vor Gericht erscheinen würden...

Julia hat gesagt…

“Let's Go All the Way (Early Version)” gab`s 2011 schon auf der “Kitsuné Maison Compilation 11” und in der Version gefiel es mir besser, weil es rauer und rotziger war.
Nichtsdestotrotz lässt sich das vorliegende Album von Anfang bis Ende oder auch hoch und runter hören. Insgesamt gelungen: 7,5 Punkte.

Volker hat gesagt…

Ich gehe 0,5 Punkte runter

6,5

Dirk hat gesagt…

Trotz des Two Door Cinema Club-Syndroms (das der gleich klingenden Lieder) gibt es von mir

8 Punkte

Oliver Peel hat gesagt…

Na das ist aber mal wieder eine Schrott-Band aus England! Zweimal bei Festivals live gesehen und für scheußlich befunden. Deprimierend fröhlich zudem. Das Album tue ich mir nicht an.