Donnerstag, 17. Mai 2012

Olli Schulz - SOS - Save Olli Schulz



























Maifeld Derby #9

Als einer der letzten Künstler wurde beim diesjährigen Maifeld Derby Olli Schulz bestätigt. Und die Reaktionen auf diese späte Bestätigung lassen den Schluss zu, dass man in diesem Zusammenhang auch ein bekanntes Sprichwort in "Die Letzten werden die Besten sein" umwandeln könnte.

3 Jahre nach "Es brennt so schön" folgte mit "SOS - Save Olli Schulz" das zweite Album als Solokünstler und dieses konnte sich gleich 12 Plätze höher in den Charts positionieren (#32) als der Vorgänger. Demnach müssten 2018 mit der vierten Platte die Top Ten fällig sein! 

Musste man 2009 bei "Mach den Bibo" die CD weiterskippen, so ist es heute Olli Schulz' Rubrik "Erotik aus Deutschland", die einen während der TV-Sendung NeoParadise (ZDFneo) zur Fernbedienung greifen lässt. Aber auch die Platte liefert mit "Danke an alle" einen Abschluss, den man nur einmal anhören muss. 
Insgesamt gibt es 17 Songs, Zwischenspiele und Schnipsel aus den Aufnahmesessions, die zwischen Melancholie und Albernheit pendeln, mit Autotune und Reggae experimentieren, auf Gesang, Gitarre und Schlagzeug reduziert sind, Fußball, Liebe oder auch den Auf- und Abstieg eines Popstars thematisieren und in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Moses Schneider sowie den Gästen Gisbert zu Knyphausen, Walter Schreifels, Marten Ebsen u.a. entstanden. 
41 Minuten, die jeden Olli Schulz Fan glücklich werden lassen. Fast so glücklich wie ein Olli Schulz Fan auf einem Oll Schulz Konzert.

Alle offenen Fragen zu "SOS - Save Olli Schulz" hat sich und uns Olli Schulz bereits hier beantwortet.



Der hamburgische Wahlberliner ist musikalisch immer noch auf der Suche nach dem einen Mädchen, nach dem einen perfekten Moment, in dem alles zusammenkommt. Doch "Irgendwas fehlt" weiterhin, auch "Wenn es gut ist", denn die Sehnsucht lässt Olli einfach nicht los. Schulz ist wie immer positiv, dass diese "Schrecklich schöne Welt" offen für alles ist und auch der größte Wunsch doch irgendwie erfüllbar scheint. Aus den bisher bekannten schulzschen Themenkomplexen heraus ragen vor allem der mit hinreißend miesem Stimmenpitching und von Hip Hop inspirierte Vitamin-B-Track "Ich kenn' da ein" sowie "H.D.F.K.K." heraus, dass kurz, knapp und auf den Punkt mit den nervigen Depri-Kindern dieser Welt abrechnet. Und sonst? Besingt Schulz die Iris', Maikes und Mandys, ihres Zeichens Spielerfrauen. Gibt es kurze, quatschige Zwischenspiele wie "Crew", "Vorspiel" oder "Briefmarke", die in ihrer blödsinnigen Gnadenlosigkeit ein wenig an den wunderbaren Helge Schneider erinnern. Und melancholische Rückblicke wie das tiefgehende "Old dirty man" oder auch "Koks & Nutten".
(Plattentests)



5 Kommentare:

Ingo hat gesagt…

Ein Riesenschritt im Vergleich zu den Vorgängeralben: Der Skip-Track findet sich am Ende... ;-) 7,5 Punkte

HerrMeyer hat gesagt…

Schöne Platte! Nach den beiden eher nachdenklichen Alben "Warten auf den Bumerang" und "Es brennt so schön" wieder mit mehr Witz! Der gute Olli ist zwar älter geworden ("Old dirty man", "Koks & Nutten"), aber er hatut immer noch tolle Soundtracks für sommerliche Roadmovies ("Ich dachte, du bist es") und große Gefühle ("Irgendwas fehlt") raus! Jetzt gerade ist er gut: 8 Punkte

Dirk hat gesagt…

Auch nicht schlechter als "auch".

7 Punkte

U. hat gesagt…

Die schrecklichen Lieder sind schrecklich, die tollen toll. 7 Punkte.

Christoph hat gesagt…

7,5