Donnerstag, 29. März 2012

Fanfarlo - Rooms Filled With Light

cover

2006 gegründet erfuhr die Londoner Band mit ihrem Debüt viel Zuspruch in der Indiegemeinde. Das lag vielleicht an den günstigen Bezugsbedingungen sowohl für Album als auch Download, vielleicht an der Verwendung einiger Songs in US-Serien oder einfach an den Songs an sich. So sehr mich die Wirkung von Fanfarlos Debüt “Reservoir” und des zugehörigen Konzerts überraschte, so sehr holt mich (oder gar die Band) der Nachfolger wieder zurück auf den Boden der Tatsachen.
“Rooms filled with light” ist keine Erleuchtung sondern ein gutes aber doch recht gewöhnliches Indiepop-Album. Die melancholischen Momente des Debüts weichen weitgehend einer fast freudigen Grundstimmung. Das mag zum Frühling passen, aber nicht zu meiner Idee von Fanfarlo. Trotzdem anerkenne ich, dass sich die Band merklich verändert (ich vermeide das Wort “entwickelt”) hat.
Im Gegensatz zu mir ist Whiskey Soda recht begeistert:
Die ersten zwei Drittel auf 'Rooms Filled With Light' sind gefüllt von tänzelnder Leichtigkeit, sprunghaften Wechseln und fröhlichem Durcheinander. Droht nach einer halben Stunde Langeweile aufzukommen und der Gedanke sich einzuschleichen, dass die Abwechslung auf dieser Platte wohl etwas zu kurz kommt, wird man mit dem wunderschönen 'Bones' zum Glück vom Gegenteil überzeugt. […] Die Londoner überzeugen auf ihrem zweiten Album mit viel Finesse und Liebe zum Detail, ohne sich dabei zu sehr in wirren Arrangements oder überladenen Songs zu verlieren.
Vielleicht weiß die Band ja weiterhin im Konzert zu begeistern:
  • 28.04. Hamburg
  • 04.05. Berlin
  • 05.05. Münster
  • 06.05. Köln
  • 07.05. München
Das Video zu “Deconstruction”

18 Kommentare:

Oliver Peel hat gesagt…

Hmm. Wenn das Album recht gewöhnlich ist, kann es doch nicht gut sein, oder

Recht gewöhnlich= Schulnote 3 bis 3-
Gut: Schulnote 2

Sorry, mein Jura Studium bricht manchmal bei mir durch...

Dirk hat gesagt…

Ups, heute erst Klassenarbeiten korrigiert und zur Note 3 "befriedigend" und nicht "recht gewöhnlich" geschrieben. Hoffentlich kommen die Eltern jetzt nicht mit dem Anwalt!

Christoph W. hat gesagt…

Im Gegensatz zum ersten Fanfarlo-Album packt mich "Rooms Filled With Light" leider überhaupt nicht. Trotzdem sind einige Songs ziemlich okay ausgefallen.

5 Punkte

Oliver Peel hat gesagt…

Noten-Definition: "Die Note "befriedigend" (3) ist zu erteilen, wenn die Leistung im allgemeinen den Anforderungen entspricht."

"Recht gewöhnlich" ist m.E. darunter zu subsumieren.

Bei strenger Auslegung kommt man sogar nur auf "ausreichend", ein "gut" kann man bei der Beurteilung mit "recht gewöhnlich" nicht vergeben, da die Note "gut" nur zu erteilen ist, "wenn die Leistung den Anforderungen voll entspricht."

Dirk hat gesagt…

Gut, dass ich jetzt nach 10 Jahren Schuldienst einige Noten doch endlich einmal erklärt bekommen habe. Gewöhnlich vergebe ich ja nicht nur "3en" und "4en", zukünftig aber schon, denn nur bei denen kenne ich jetzt die Bedeutung.

Wie gut, dass wir hier nicht deutsche Schulnoten vergeben, sondern ein Bewertungssystem von 0 bis 10 Punkten haben, das auf der Startseite erklärt ist.
Und sollte man sich unbedingt krampfhaft an einem Wort aus Ingos Vorstellung festklammern wollen, dann würde dieses 6 bis 7 Punkten entsprechen.
Aber wer will das schon so eng sehen, bestimmt niemand, der es gewöhnlich sogar sehr gut mit seinen Favoriten meint und Jahr für Jahr gleich mehreren Alben die Traumnote 10 zugesteht, oder?

Ingo hat gesagt…

Zumindest Dirk und ich scheinen ein ähnliches Sprachverständnis zu haben.

6,5 Punkte für ein recht gewöhnliches Album.

Oliver Peel hat gesagt…

@ Dirk: du kennst aber doch jetzt auch die Bedeutung von 2en, ich habe doch definiert, wann die Note "gut" zu erteilen ist. Lies noch mal nach, was ich geschrieben habe, dann bist du im Bilde:)

"Recht gewöhnlich" entspricht meinem Sprachverständnis nach der Bewertung "passabel" beim PvG Bewertungssystem, also einer Note zwischen 4,5 und 5,5 Punkten.

Und meine 10en waren selbstredend immer gerechtfertigt, what else?

Dirk hat gesagt…

Sorry Ingo, dann darfst du höchstens 5,5 Punkte für dieses Album vergeben.

Dirk hat gesagt…

WICHTIGE MITTEILUNG AN ALLE: Die Texte zu Plattenvorstellungen und alle Punktvergaben müssen ab sofort erst Oliver P. vorgelegt und von ihm genehmigt (oder ggf. korrigiert) werden.

Ersteres erspart uns wenigstens seine "Wie sind die eigentlich live?"-Fragen.
;-)

Oliver Peel hat gesagt…

Haha, eine gute Anregung eigentlich! Ist aber sicherlich nicht nötig, da wir ja alle Richter hier sind und unsere Worte und Urteile sorgfältig abwägen.

Ingo hat sicherlich auch verbal noch einen Liebhaberbonus an eine Band verteilt, die wirklich ein tolles erstes Album vorgelegt hatte.

Ingo hat gesagt…

Nö, habe ich nicht. ICH bewerte jeweils das aktuelle Album und weder die Konzerte noch das Outfit oder Erscheinungsbild der Musikerinnen.

Oliver Peel hat gesagt…

Das Outfit und das Erscheinungsbild bewerte ich auch nicht, sondern beschreibe es nur in meinen Berichten.

Die musikalischen Eindrücke von Konzerten können aber durchaus in meine Albumbewertung bewusst oder unbewusst mit einfließen, weil sich mir live ein Studioalbum besser erschließt und ich eher verstehe, wie ein Album gemeint ist.

Noch ein Wort zum Outfit, PJ Harvey hat erklärt, daß ihr das sehr wichtig ist. Ihre Kostüme, Albumcover, Texte und Musik sieht sie als Gesamtbild. Es ist also nicht unbedingt oberflächlich, auch ein mal ein paar Worte zur Garderobe und visuellen Aspekten zu verlieren.

Oliver Peel hat gesagt…

Und ein Vergleich mit Vorgängeralben ist doch auch immer sinnvoll. Wenn eine Band ein tolles erstes Album macht und beim zweiten Mal genau das Gleiche vorlegt,liegt es doch nahe Punktabzüge zu vergeben. Man will doch eine Weiterentwicklung sehen.

Julia hat gesagt…

Reicht nicht an den grandiosen Vorgänger heran, jedoch ein solides Album.
7 Punkte

Olly Golightly hat gesagt…

7 Punkte

Dirk hat gesagt…

Nicht besser als deren Debüt, aber besser als die meisten anderen Platten dieses Jahrgangs bisher...

8 Punkte

noplace hat gesagt…

am anfang fand ich es total doof. ohne drive, ohne schmiss, ohne arsch in der hose. wenn man das album aber im mp3-player lässt, dann hört man immer mal wieder nen song und denkt sich "gar nicht mal so übel"

7 Punkte

U. hat gesagt…

6 Punkte.