Cuckoo from Still Corners on Vimeo.
Murray haucht mehr, als dass sie singt – mit hoher, erotischer Stimme. Die Musik darunter oszilliert zwischen psychedelischem Georgel und tranciger Electronica sowie Doors-Gitarren und Folk-Gezupfe. Dazu kann man sich wunderschön wegträumen, ohne sich gleich einer Weltflucht schämen zu müssen.(intro.de)
Und somit ist ‘Creatures of an Hour’ vor allem eins: düster bzw. atmosphärisch, jedoch nicht erdrückend oder schwer, sondern vielmehr auf seine Art leichtfüßig…oder um es mit dem Begriff auszudrücken, den die Band selbst geprägt hat: Pop Noir. Dieser funktioniert dann auch am besten direkt im Opener ‘Cuckoo‘, einem schleichendem Ohrwurm, mit hallender Orgel, einem einfachen Drum-Beat und dem wundervoll schwebendem und dahin gehauchten Gesang von Tessa Murray. ‘Circulus‘ funktioniert dann mit ähnlichen Zutaten, nur etwas treibender. Dabei sorgt das Orgel-Gedudel für den richtigen Tick ‘Scary Movie’, hat es doch diese unheilstiftende Schiefe, die einen sonst häufiger im Kinosessel unruhig umher rutschen lässt. ‘I Wrote in Blood‘ lässt dann die Western-Einflüsse Revue passieren – eine einfache Gitarren-Grundmelodie, darüber ein paar wabernde Akkorde. Erst mit dem Einsatz der Orgel, verschwindet der Wüstensand und man ist wieder zurück im Still Corners-Universum.

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