Mittwoch, 23. November 2011

Serenades - Criminal Heaven



















Die erste Vorladung (V)

Personalien:
Serenades ist das Nebenprojekt des Shout Out Loud-Frontmanns Adam Olenuis, das er gemeinsam mit dem Singer/Songwriter Marcus Krunegård (einigen vielleicht von der Band Laakso bekannt) betreibt.

Tathergang:
Serenades ist nicht das Ende der Shout Out Louds, aber die Möglichkeit für Olenuis und Krunegård die Gitarren zur Seite zu stellen, in anderen musikalischen Gefilden zu wildern und den Idolen ihrer Kindheit zu huldigen. In Schweden erschien das Debütalbum von Serenades bereits am 24. August über Cherrytree Records, für das sich Martin Kierszenbaum (der Mentor von Lady Gaga) verantwortlich zeichnet.
Deutschland wird wohl noch bis zum Frühjahr 2012 warten müssen.

Plädoyer:
Hoch lebe der Pop, den uns in der 80ern Bands wie a-ha, Aztec Camera, Prefab Sprout, Red Box, ABC oder Dream Academy lieferten! Das mögen sich zumindest Olenius & Krunegård gedacht haben, denn anders ist diese Synthie-Pop-Platte, auf der die beiden hauptsächlich auf schwülstigen, mehrstimmigen Harmoniegesang, liebliche Keyboards und softe, akustische Gitarren setzen, nicht zu erklären.
Freunde des 80er-Pops dürften sich über "Criminal Heaven" erfreut zeigen, sich wenig daran stören, dass "Come Home" ein wenig nach "Do They Know It's Christmas" klingt, und sie müssen sich auch nicht für ihre etwaigen hohen Bewertungen bei Platten vor Gericht für dieses Album schämen.

Zeugen:
Serenade ist kein "Abklatsch" der Shout Out Louds. Die Songs entlasten das Ohr ein wenig von üblichen Indie-Gitarrenriffs und tauschen sie gegen Pop-Melodien mit Streicher-Arrangements ein. Wenn man sie dennoch - weil ja nun mal der Kopf der Shout Out Louds ein Teil der Band ist - mit den Shout Out Louds vergleichen will, dann sind Serenades die poppige Ausuferung von ihnen.

Sie wollen weder modern noch wahnsinnig originell oder anders als alles sein, was es schon gibt. Und sie wollen auch nicht irritieren. Schön soll's halt klingen - so scheint die Devise des frisch vermählten Duos zu sein. Sie machen ein bisschen den Eindruck, als wüssten sie genau, was sie wollen. Als hätten sie Lust auf leichtfüßige Ohrwürmer und manchmal vielleicht sogar ein bisschen Lust auf einen Boygroup-Retrosound. Und dann passiert es, dass man bei dem zweiten veröffentlichten Song "Birds", den man auf ihrer Hompage hören kann, sogar manchmal an die Beach Boys erinnert wird.
(musikexpress.de)

Der Sound des Indie-Duos besticht durch die Zweistimmigkeit der Lead Vocals und kommt mit wunderschön orchestrierten, warmen Klängen daher. Die Band selbst beschreibt ihre Musik als von „brit romantic west coast“ inspirierte Tunes. In der Tat erinnert die satte Produktion an die ausgetüftelten Westcoast-Arrangements von Steely Dan oder Brian Wilson. Auch wer die romantische Seite des Brit-Pops à la Travis oder Coldplay mag, kommt bei Serenades auf seine Kosten.
(loft.de)


Indizien und Beweismittel:


Ortstermine:
24.11.11 Berlin, Comet Club
26.11.11 München, On3 Festival BR Funkhaus

Urteile:
Nun sind die werten Richter gefragt...

4 Kommentare:

Ingo hat gesagt…

Irgendwie nett. 6,5 Punkte

Olly Golightly hat gesagt…

Genau, nett. 7 Punkte

aXel hat gesagt…

5.5 Punkte

Dirk hat gesagt…

Eigentlich ein Muss für Volker. Von mir gibt es jedoch nur 6 Punkte