Sonntag, 28. August 2011

They Might Be Giants - Join Us



















Wenn ich schon über zu kurze und zu lange Alben lamentiere, dann muss sich an die Vorstellung von Beirut (9 Songs) auch ein Album anschließend, das dem möglichst entgegengesetzt ist: They Might Be Giants präsentieren uns auf ihrem fünfzehnten Album gleich 18 Titel.

18 Titel, die sich aber nicht unbedingt in einer übermäßigen Spielzeit ausdrücken (47 Minuten) - da gibt es in einem kunterbunten Sammelsurium viel zu entdecken: Synthiepop, Geek-Rock, Anleihen aus Hip Hop und Funk, überflüssige Saxophon-Einsätze, jazzige Bläser, knarzende Gitarren, experimentellen Pop, famose Melodien und damit nicht nur mehrere kleine potentielle Indie-Hits (zum Beispiel "Can't Keep Johnny Down" und "Judy Is Your Viet Nam"), sondern auch den ein oder anderen Song zum Überspringen (etwa "Cloisonné" oder "Dog Walker"). Jedoch sind diese deutlich in der Minderheit und meistens so kurz, dass sich das Aufstehen fast nicht lohnt.

John Flansburgh und John Linnell haben zuletzt nur Alben für Kinder heraus gebracht (wie das von mir vorgestellte "Here Comes Science", für das sich unverständlicher Weise keiner hier interessierte!), "Join Us" richten sie sich wieder eher an ältere Zuhörer, was gleich beim Opener deutlich wird. Denn für eine Textzeile wie "All of the dicks in this dick town can’t keep Johnny down" bekommt man in den USA doch sicherlich schnell diesen bestimmten Aufkleber aufs Plattencover. Ansonsten fühlt man sich über 20 Jahre nach "Lincoln" und "Flood" doch teilweise sehr an diese Zeit erinnert.




The sparkling “Can’t Keep Johnny Down” kicks things off in winning fashion, showcasing Linnell’s surprising late-career ability to craft a slick pop tune. But aside from a few more ringers, the rest of the album resembles the grab-bag goodness of 1990’s Flood. Left-field arrangements and instrumentations abound, and even the flat-out rockers (“Judy Is Your Viet Nam”) and straight-up throwbacks (“Old Pine Box”) are shot through with a newfound sense of kitchen-sink experimentation. The busy, upbeat highlight “When Will You Die” revels in TMBG’s giddy black humor, and ends up being one of the group’s most jubilant, life-affirming songs. (It also contains the most adorable band-member shout-outs since The Promise Ring’s “Things Just Getting Good.”)

True to form, Join Us is long; at 18 tracks, it’s a lot to digest. But when Linnell triumphantly sings “On that promised morning, we will wake and greet the dawn / knowing that your wicked life is over and that we will carry on,” during the bridge of “When Will You Die,” it’s impossible not to smile. Moments like those remind listeners how best to enjoy They Might Be Giants: jumping around, shouting along, and spazzing out in the face of death.
(avclub.com)

3 Kommentare:

Volker hat gesagt…

Ein bisschen wie früher. aber komplett mitreißen kann es mich nicht mehr

7

Dirk hat gesagt…

Durchwachsen.

6 Punkte

Anonym hat gesagt…

Nach dem ersten anhören heben sich Can´t Keep Johnny Down,When will you you die und Protagonist heraus.Ja,und auch Gloisonne finde ich orginell.Aber an frühere Meisterwerke kommt es nicht heran.
6 Punkte