Samstag, 30. Juli 2011

The Black Lips – Arabia mountain

cover 

“Flower-Pop” nennen die Black Lips (der Link gebt zwar nicht viel an Inhalt her, aber das Bild ist einfach sehenswert) ihre Musik. Seit 1999 existiert die Band aus Atlanta, Georgia und “Arabia mountain” ist deren sechstes Album. “Newcomer” kann man sie also wohl kaum nennen und daher sträube ich mich dagegen, die Musik “rotzfrech” zu nennen. Daher ersetzte ich “rotzfrech” einfach durch “trocken”. Trocken rockt sich die Band durch einige Musikgenres und gibt ihnen fast allen die Atmosphäre der 60er Jahre (oder das was ich als Außenstehender mit der Zeit verbinde).

In musikalischen Referenzen ausgedrückt erinnert “Arabia mountain” u. a. an die Hives, Kinks, Weezer, Rolling Stones sowie an Kings Of Leon und die Eels jeweils in deren raueren Momenten.

Erstmals übernahm Mark Ronson die Produzentenrolle für diese Band. Gemeinsam gelang dem Team ein Album, welches trotz oder gerade wegen der grundsätzlichen Rohheit erstaunlich homogen aber nicht langweilig wirkt.

Dazu Plattentests.de:

Alle Produktion wäre nun jedoch null und nichtig, gäbe es da nicht das ausgefeilte Songwriting von Cole Alexander und Co. Angefangen bei Art-Punk in "Modern art" über das bluesige "Don't mess up my baby" und das Rolling-Stones-Gedächtnis-Ständchen "Dumpster dive" bis zum Folk-beeinflussten "Family tree" haben alle 16 Stücke das, was Oliver Kahn "Eier" nennen würde. Hier müsste es heißen: "Eier mit Stil und Charme". Das große Verdienst von Ronson ist darin zu erkennen, dass "Arabia Mountain" anders als die Vorgänger nicht zerfleddert, sondern beflissen und homogen wirkt. Viele Schnörkel wird man hier nicht entdecken, und an Überlänge scheitert das Album auch nicht, da bis auf zwei Stücke keines die Drei-Minuten-Marke überschreitet.

Die frühen Höhepunkte des Album sind für mich die Songs “Modern art” und “Mad dog”. Während mich ähnliche “Retro”-Alben häufig nach wenigen Songs ermüden lassen, weiß “Arabia mountain” durchaus über die gesamte Laufzeit zu unterhalten. Ein empfehlenswertes Album für Genrefreunde.

Ein aktuelles Video fand ich nicht, daher gibt es hier den Song “Bad kids” aus dem Jahr 2007:

Daytrotter hält übrigens dort Aufnahmen einer Session mit der Band bereit

1 Kommentare:

Ingo hat gesagt…

6,5 Punkte