Samstag, 7. Mai 2011

Tim Booth - Love Life



















Gestern standen so viele interessante, neue Alben in den Plattenläden, dass es für eine tägliche Vorstellung in der ganzen nächste Woche reicht!

Anfangen möchte ich diese Reihe jedoch mit „Love Life", das Freitag mit reichlich Verzögerung endlich in meinem Briefkasten zu finden war. Tim Booth bedankt sich im Booklet auch für den Erwerb: This album iss elf-funded, my neck's on the line, so I thank you all in advance for buying it and resisting the temptation to take it for free...

Tim Booth veröffentlichte vor 7 Jahren sein Soloalbum „Bone", nachdem er 1996 zusammen mit dem Komponisten Angelo Badalamenti und Ex-Suede Gitarristen Bernard Butler die Platte „Booth And The Bad Angel" herausbrachte. Ein erneutes Soloalbum, nur 2 Jahre nach dem Doppelschlag von James („The Night Before" und „The Morning After"), kam überraschend und unerwartet.
Booth schreibt dazu, dass es sich eigentlich weniger um ein Solo-Album, als um eine Kollaboration handelt: I was armtwisted into calling this a solo album. It's a lie.
Denn Lee Baker war (neben Kevin Kerrigan) am Songwriting beteiligt, spielte nahezu alle Instrumente, produzierte und malte sogar das Plattencover. Zumindest über die Qualität des zuletzt genannten Beitrags ließe sich sicherlich streiten.

Das trifft nicht auf die Güte des Albums zu, da „Love Live" nicht nur Booths erste Solo-Unternehmung(en) übertrifft, sondern auch locker mit den letzten Veröffentlichungen seiner Hauptband James mithalten kann.
Es überzeugt nicht nur das Songwriting, sondern in einer spärlich instrumentierten Platte auch der gezielte Einsatz einer Violine („Buried Alive", „Shatters"), die Gitarrenarbeit von Terry Bickers (The House of Love) bei „All About Time" oder die Beiträge des Silverlake Chores in „The Point Of Darkneess" und "Bless Them All".

Die Special Edition (Vinyl, CD + Bonus Tracks, 16seitiges Booklet) von „Love Life" kann man hier käuflich erwerben.





„All About Time" Rehearsal Video


Allgigs beschreibt die einzelnen Songs von „Love Life" sehr ausführlich und zieht folgendes Fazit:
This is an album that you feel Booth (and indeed Baker) needed to make. It is not just a worthy successor to 'Bone', it actually surpasses it. As to whether 'Love Life' is an instruction or an insight, well, it's actually a little of both and much else besides. But don't take my word for it, do yourself a favour and have a listen. The consequences will be wonderful.

4 Kommentare:

Dirk hat gesagt…

Braucht sich vor den letzten James-Alben nicht zu verstecken.

7 Punkte

Volker hat gesagt…

Was heißt denn "muss sich vor den LETZTEN James Alben nicht verstecken"? Würde das "Hey Ma" betreffen, würde ich sagen "Muss ich mir unbedingt anhören. Bezieht es sich lediglich auf diese Night/Day-Geschichte, wäre es eher ein "dazu gehört auch nicht viel".

Dirk hat gesagt…

Ich spezifiziere die Formulierung:
"Braucht sich AUF KEINEN FALL vor den letzten BEIDEN James-Alben zu verstecken".

Die Wertung bleibt bestehen.

aXel hat gesagt…

7 Punkte