Freitag, 28. Januar 2011

Cold War Kids - Mine Is Yours




Ich gebe zu die Cold War Kids waren für mich bisher kein großes Thema, der kleine Hype um "Robbers & Cowards" war mir damals nach Anhören des Debüts ein Rätsel und mit dem zweiten Album wurde nicht viel zur Lösung desselbigen beigetragen. Nun also Album Nummer 3 und im Vorfeld war schon so ein Murren und Grummeln zu hören, die Cold War Kids würden "mainstreamiger", will heißen eingängiger. Das ist natürlich dann mein Auftritt. Und es stimmt abgesehen von ein paar kleinen Schlenkern und Gimmicks, die immer mal wieder in den Liedern untergebracht sind, könnte man fast sagen dieses Album sei fürs Stadion gemacht. Keine nervigen Breaks und großartige Tempiwechsel, die Fans der ersten Stunde sich wahrscheinlich wünschen, damit die Band speziell bleibt und die offensichtliche Fähigkeit durchaus Songs für eine breitere Masse zu schreiben übertüncht wird. Statt dessen HYMNEN und nicht zu knapp. Bevor jetzt alle komplett abgeschreckt werden, das ist immer noch kein Stadion a la U2 oder Bon Jovi, aber definitiv so Stadion, wie es das letzte The National-Album eigentlich auch schon war.
Nebenbei klare Hörempfehlung für Fans von "High Violet", man höre nur

"Skip The Charade"



oder "Bulldozer"



und achte dabei vor allem auf das Schlagzeug.


Die Indie Kids werden weinen, but who cares.


Tracklist:

1. "Mine Is Yours"
2. "Louder Than Ever"
3. "Royal Blue"
4. "Finally Begin"
5. "Out Of The Wilderness"
6. "Skip The Charades"

7. "Sensitive Kid"
8. "Bulldozer"
9. "Broken Open"
10. "Cold Toes On The Cold Floor"
11. "Flying Upside Down"

11 Kommentare:

Volker hat gesagt…

Ach du Scheiße, hab ich jetzt beim Nicorola Blog abgeschrieben oder andersrum. Gibt's ja gar nicht.

Oliver Peel hat gesagt…

Stadionrock, eingängig, U 2, diese Beschreibungen klingen für meine Ohren extrem abschreckend.

Und wenn ich dann noch in der Uncut lese: "New producer Jaquire King (Kings Of Leon, kotz!) knows anything, it's how to turn indie potential into mainstream success" oder "Certainly, they have never produced anything as stadium-ready as "Finely Begin" and "Bulldozers", the grand U2-like statements at the centre of this album", dann weiß ich, daßich einen großen Bogen um dieses Album machen muss.

Fazit: Lieber Wohnzimmer statt Stadion!

Oliver Peel hat gesagt…

Volker hat Recht, Bulldozers klingt, als würde Bono jetzt bei The National singen. Der Song ist aber ok. Finely Begin ist hingegen wirklich dogshit. Erinnert mich an Kenny Loggins oder so was. Und Skip The Charades könnte von den Killers stammen. Igitt. Sag doch bitte nicht The National Volker, oder willst du mir die madig machen?

Volker hat gesagt…

Die Stimmen sind doch schon ganz anders, aber hör dir den Schlagzeugsound an, wenn der nicht an "High Violet" erinnert, weiß ich es auch nicht.

Oliver Peel hat gesagt…

Ja, in der Tat, der Schlagzeugsound erinnert an The National und das ist alles andere als verkehrt.

Aber was sagen Ästheten eigentlich zum Cover? Ist das nicht potthäßlich?

Volker hat gesagt…

Das Strokes Cover ist potthässlich (Dass die es aber auch schaffen, sich von Album zu Album im Artwork noch zu verschlechtern), hier das ist nicht toll, aber ok.

Platte: 8,5

aXel hat gesagt…

7 Punkte

Olly Golightly hat gesagt…

8 Punkte

Isa hat gesagt…

7 Punkte

Julia hat gesagt…

Insgesamt ein gutes Album, auch wenn keines der Lieder so rotzig wie „Hang me up to Dry“ oder so perfekt wie „Audience Of One” ist.
8 Punkte

noplace hat gesagt…

7 Punkte