Junip - Fields

cover

José González sorgte 2003 für Aufsehen, als er sein Debüt-Album 700.000 mal verkaufte. Das lag u. a. an seiner Version des The Knife-Songs “Heartbeats”. Auch auf seinem zweiten Album “In our nature” blieb er seinem relaxten Gitarrenspiel mit dunklen Schatten und einigen Streiflichtern seiner südamerikanischen Abstammung treu. Neben seinen Singer-/Songwriterbestrebungen veröffentlichte er “zwischendurch” 2005 mit seiner Band Junip deren Debüt-EP “Black refuge”.

Nun endlich erscheint das erste komplette Album dieses Trios. Da José González Solo-Alben zwar stark aber auch recht “eindimensional” waren, freute ich mich schon lange auf dieses Werk. Und nun wurde es ziemlich genau das, was ich mir wünschte: “Fields” ist nicht mehr und nicht weniger als die Umsetzung von González’ Stärken in einem Bandgefüge.

Vergleicht man z. B. den aktuellen Song “Robe & summit” mit “Down the line” auf “In our nature”, werden die Ähnlichkeiten offensichtlich. Die Unterschiede sind die umfangreichere Instrumentierung, mehr Drive und mehr Pop-Appeal. Seine Stimme bleibt allgegenwärtig und sein Songwriting ebenfalls. “Fields” ist toller “Indiefolkpop”: Nie aufdringlich, nie langweilig.

Was meint das “Allschools network”?

Das postmoderne Bienenstockbetriebsamkeitsleben benötigt ab und an Anker der Entspannung. Inseln der fließenden, entspannten Linearität. In der Ruhe liegt die Kraft, liegt die Kraft, pulsiert das Gegenteil von hektisch. JUNIP sind der Soundtrack dazu.

“Robe & summit” erschien schon mit der gleichnamigen EP vor ein paar Monaten und auch auf dem Album ist das bisher mein Lieblingssong. Weitere Highlights konnte ich bislang nicht erkennen, da dieses leise Album auf hohem Niveau so homogen ist, dass man gar keinen Song “heraustrennen” möchte.

Bis zum 14.09. kann man sich das Album dort als Stream anhören. 

Hier das aktuelle Video “Always”:

Da die “Limited Deluxe”-Edition zusätzlich die beiden EPs (und somit zehn Bonussongs) enthält, sollte man sich nicht auf die Standard-Edition beschränken. Dann bekommt man auch den Song “Black refuge” mitgeliefert:

Live kann man die Band bei diesen Gelegenheiten bewundern:

  • 24.09. Hamburg
  • 25.09. Leipzip
  • 26.09. Wien
  • 27.09. München
  • 28.09. Zürich
  • 29.09. Stuttgart
  • 12.10. Köln

Kommentare:

noplace hat gesagt…

völlig abseits dieser band empfehle ich zwei Platten zum Anhören und evtl. vorstellen in nächster zeit:

Kid Canaveral (sehr abwechslungsreich)
Bedroom Eyes (nach Jahren des Wartens nun ein Album)

Ingo hat gesagt…

Gefällt mit besser als José solo. 8,5 Punkte

Dirk hat gesagt…

Die nehmen doch Drogen!

5 Punkte

Olly Golightly hat gesagt…

6 Punkte

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