31Knots - Worried Well

cover

Schon vor der Jahrtausendwende gegründet veröffentlichte 31 Knots seit 2002 jährlich Alben, die von mir mit Nichtachtung gestraft wurden. "Worried Well" hat durch positive Kritiken mein Interesse geweckt.

Recht vielseitig geraten, fällt es schwer, die Musik der Band einem Genre zuzuordnen. "Math-Rock" findet man in diesem Zusammenhang recht häufig, greifbarer hören sich solche Formulierungen an:

Dass in diesem Zeitraum auf einer Platte von 31Knots mehr passiert als in jeder aktuellen Indieclub-TopTen, ist Ehrensache. Also lassen Haege, Tieftöner Jay Winebrenner und Taktverbieger Jay Pellici auch im weiteren Verlauf von "Worried well" Piratengesänge, Techno-Fragmente, Pseudo-R'n'B , Postcore-Breaks, New-Wave-Gesten, No-Wave-Lärm und Popschmiere durcheinander purzeln. Denn passend zu seinem mit Hypochondrie-Bezug daherkommenden Titel diagnostiziert sich das Album seine Hyperaktivität selbst. Wenn das dramatische Geklimper in "Something up there this way comes" seinen Groove gefunden hat, wechselt es noch ein paar Mal die Haut. Das Beinahe-Titelstück "Worried but not well" schreddert alle verfügbaren Saiten mit hubschraubernder Unruhe und wechselt doch in sehnsüchtige Harmonie, die nicht mal ein wenig Bluesrock-Drama verabscheut.

www.plattentests.de

Together, the three of them sound like a fairly recognizable indie pop band one moment, before becoming speeding, screaming, feedback-driven noiseniks, lurching back to become the house band for a midnight cabaret show in Berlin, then metamorphosing again into some infernal, clanking machine of the gods (often all within the space of a single song).

www.kqed.org

Und da Dirk gerne die Ehre ehemals einflussreicher Britpop-Bands verteidigt, zitiere ich noch etwas aus der o. a. Quelle:

And near-title track "Worried but not Well" has moments of Beatlesque guitar, but in a chopped up way that is more closely related to the left field genius of Danger Mouse's Grey Album than any boring, Oasis-style homage.

Als kostenlosen Download gibt es die Songs "Compass commands", "The breaks" und "Man become me" des aktuellen Albums. Ferner finden sich auch ältere Titel wie "Endless daYS", "No sound" und WEITERE im Netz. Myspace hat einige Streams zu bieten.

In den nächsten Wochen ist die Band (z. T. mit Someone Still Loves You Boris Yeltsin) auf Bühnen im deutschsprachigen Raum unterwegs.

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